Beobachtung aus einem Fenster heraus zu einem anderen Fenster hinein.
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Nun, ich wage es und … Nein, ich wage es doch nicht ganz. Nur ein kleiner Teil des Gedankenmonologes, den der Kaufmann am Fenster gegenüber führte:
Schau Er sich diese Dirne an, die durch ihr Schöntun in den großen Häusern sich das Leben recht commod zu machen versucht. Eine von denen, welche sich das Haar ausreißen, das den Eingang zum Paradies verbirgt. Und wie sie da ihre Fesseln in die Höhe reckt, um den lüsternen Herren einen erleuchteten Blick auf das blanke Tor zur Hölle zu gewähren. Damit jene sich daran aufgeilen können und das Blut dann nicht mehr das Hirn als Organ zum Denken versorgt, sondern sich im hochaufgerichteten Schwengel ansammelt! Welchselbiger wird grad von der Metzen nicht nur mit den Händen und den Dutten, nein, nein! er wird sogar mit den Lippen, den Zähnen, so vorhanden, und der Zunge gereizt. Schau Er nur genau hin, da läßt sich die Dirne gar tief in den gierigen Schlund hinein stoßen und schluckt hinunter, was da entströmt, um nur verräterische Flecken auf dem Interieur zu vermeiden! Oh wie schrecklich ist es anzusehen, wenn Uns hier keine der Mägde behilflich sein kann!
Nein, ich kann davon hier nicht mehr herzeigen. Das ist wirklich nichts für Menschen, die sich mit den Verhältnissen im Mittelalter nicht mehr anfreunden wollen. Außerdem ist sowieso noch nichts davon fertig, und solange es nicht vollendet ist, bleibt es unter Verschluß. Das kurze Stücklein ist also schon eine große, seltene Ausnahme.
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Am 27.02.2019 waren positiv eine zum großen Teil erledigte Hausaufgabe, viel Geschriebenes, etwas Mut.
Die Tageskarte für morgen ist die Acht der Münzen.
© 2019 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Oh, kein Kommentar hierzu? Wie das wohl kommt.
Jedenfalls begann beim Lesen mein Trauma zu galoppieren, so dass ich schnell Abhilfe schaffen musste. Vorbei, vorbei…
Gruß von Sonja
Trauma?
Ich fühle mich … Sonderbar.
Aber nochmal: Kein Kommentar ist nicht ungewöhnlich. Was soll Weib auch hierzu schreiben, da doch all das eher sexistisch klingt und ich „Gemeckere“ darüber nicht freischalten würde.
Dein Wort „Trauma“ hat mich tatsächlich … betroffen gemacht. Weil Trauma bei mir eben etwas ist, das von schrecklichem Erleben verursacht wurde und ich nun über genau die Schrecken spekuliere …