Irgendwie packt es mich jetzt doch.
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Oder aber auch erst am Montag. Nicht am Sonntag, denke ich.
Es ist egal. Ich weiß, woher diese Unwohlsein kam. Vom Aufschieben. Seit ich das Losgehen nicht mehr vor mir herschiebe, sondern nur noch einige Dinge zu erledigen habe, seitdem ist es weg, dieses Flattern der Nerven, das Grummeln im Bauch. Heute zum Beispiel bin ich den ganzen restlichen Weg gegangen, von Leipzig bis Vacha, in zwölf bis vierzehn Etappen. Ich habe für den Weg nun zwölf GPX-Tracks – früher schrieb ich mir Orte und Straßen auf einen Zettel, heute kann ich mir die fetten Striche in der Karte auf dem Telephon ansehen. Ein Karte habe ich aber auch noch dabei.
Die längste Tour ist 28 km lang und führt von Stedten (am Ettersberg) durch Erfurt hindurch. Ich bin nicht gerne in Städten zu Fuß unterwegs, will schnell hindurch. Und die darauffolgende Nacht in einem Raum voller Bücher schlafen. Die kürzeste Tagesroute – eigentlich sind es zwei: Kleinliebenau → Luppenau und Luppenau → Frankleben – hat etwa zwölfeinhalb Kilometer
Ich werde in einem Schloß schlafen, in einem Strohlager, in Pfarrhäusern, vielleicht auch im Zelt, in mindestens einer Kirche. Ich werde gehen und twittern und denken, bis dann das Denken durch das Erleben ersetzt wird. Sehen werde ich und riechen (ja, auch ich werde riechen). Und schmecken, glaube ich, werde ich auch wieder, am Wegrand werden hoffentlich reife … Obste? Öbste? Am Wegrand wird hoffentlich viel verschiedenes Obst reif sein. Ich hoffe ja auch darauf, daß sich für die zwei Wochen stabil trockenes, nicht zu heißes Wetter einstellt, dann sind die 241 km (laut Planung, am Ende werde ich einige Kilometer weiter gegangen sein) gut zu machen.
Was ich mich jetzt frage: Gibt es Blogger und/oder Twitterer an der Strecke, die ich treffen werde? Finde ich immer rechtzeitig genug Wasser und Läden? Habe ich genügend Klopapier dabei? Ist das Mobilfunknetz abends gut genug für den Blog? — Wie im letzten Jahr werde ich feststellen, daß alles paßt.
Also: Es geht los – ähm: er geht los. Wundert euch also bitte nicht, wenn ich euch demnächst wieder mit “Ultreïa!” begrüße.
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Das Gute am 03.08.2017 waren das Loslassen, die fertige Planung, der explodierte Ricksack.
Die Tageskarte für morgen ist XVI – Der Turm.
© 2017 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Denn man tau, geit nix mehr schief!
Ich wünsche dir den richtigen Moment und dann einen guten Weg.
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Ich bin gespannt was du unterwegs so erlebst und erhältst. Drück dir die Daumen für angenehmes Wanderwetter.
Guten Weg
Früchte? (Obst im Plural) – und dazu: Buon camino!!
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Buen camino – natürlich. Tse.
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