Gewitternaß (2017: 157)

Sommererleben.

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Es war nicht schwül, auch nicht heiß. Die Sonne stand an einem Himmel mit wenigen Wolken. Dann war innerhalb von 15 Minuten alles anders. Wind kam auf, dunkelgraue, fast schwarze Wolken türmten sich rund um die Stadt und dann auch über ihr. Windstille, für ein paar Augenblicke; und dann gehen die Schleusen auf. Nein, es war kein Wolkenbruch, aber ein heftiger Regenguß, der, begleitet von Blitz und Donner, die Straßen glänzen machte und den Dreck hinwegspülte. Das Gewitter dauerte etwa zehn Minuten und war so schnell vorbei wie es begann. Die grauen Wolken blieben. Sie hingen über der Stadt und waren an nur wenigen Stellen von helleren Streifen durchzogen. Ich vermochte nicht zu erkennen, daß sich die Wolken noch bewegten, zogen. Ich konnte mich also nicht in der Sonne trocknen lassen. Begossener Pudel, ich, der ich dem Nachmittagswetter vertraute, weit in die Heide gegangen war, nicht so schnell in bewohnte Gegend kam und die zehn Minuten ohne Unterstellmöglichkeit im Regen stand.

Ab nach Hause. Und dort war ich ziemlich schnell in der Badewanne verschwunden. Um mich wieder auf- und durchzuwärmen. Wie gut, daß die Fernwärme noch nicht abgedreht wurde und ich mir die Wohnung mit Heizung und zwei Dutzend Teelichtern schön kuschelig warm machen konnte. Und unter meiner Decke ist es sowieso sehr angenehm.

 

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 06.06.2017 waren viel geschaffte Arbeit, angesehene Fotos, feiner Tee.
 
Die Tageskarte für morgen ist XIV – DIe Mäßigkeit.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Gewitternaß (2017: 157)

  1. …und hier war nur der Wind, der Blätter, Taschentücher und Gedanken durcheinandergewirbelt hat. Erkälte dich nur nicht!

  2. Heute fall ich nicht drauf rein. 😀
    Aber:
    Hätte genau so passieren können!
    Gut gemacht. 🙂

  3. Sofasophia sagt:

    Du magst es doch kühl … 😉

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