Aus für Windoof (289/76)

Zumindest beschlossen und verkündet

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So. Das war der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen brachte. Der kleine Rechner erhält in der nächsten Zeit ein ordentliches Betriebssystem – und dann ist meine Zeit mit dem Betrübssystem aus dem Hause Winzigweich vorüber. Ein einziges, nämlich Win2000 Professional, funktionierte zu meiner Zufriedenheit. XP, Vista, ME, 95, 98 – alles Dinge, die ich ganz sicher nie empfehlen konnte. Und dieses Win7, das (noch) hier läuft, war auch nur meiner Faulheit geschuldet. Nein, geht mir weg mit Win8 (gesehen und das große Würgen bekommen) oder gar Win10! Damit will ich mich nicht beschäftigen, denn es gibt sichere, komfortable, stabile und wesentlich weniger fehlerdurchsetzte Systeme: Linux aller Couleur.

Wahrscheinlich bekommt auch der Kleine ein Fedora, es sei denn, mir fällt etwas anderes auf. Zunächst bleibe ich auch mit dem neuen System bei KDE als Oberfläche (jaja, unter Linux kann ich mir die auswählen wie weiland unter DOS zwischen Norton Commander, DOS Shell und dann Windows 3.1 gewählt wurde) – aber auch da bin ich nicht mehr soooo festgelegt. LXDE kenn ich ja vom KNOPPIX, Unity sah ich auch schon, Gnome aber gefällt mir nicht. Wer die Wahl hat, hat eben die Wahl, und die kann bei zu großem Angebot zur Qual werden (siehe Marmeladen- oder Joghurtregal im Supermarkt). Mir stellt sich nicht die Frage »Was ziehe ich an?«, ich muß mich “nur” für eine Benutzeroberfläche frei entscheiden.

Natürlich spricht vieles dafür, wirklich bei KDE zu bleiben: Ich habe einige Programme, die es für diese Oberfläche gibt und ohne die ich nicht mehr arbeiten möchte. Quanta+ zum Beispiel, diesen genialen Editor für verschiedensten Quelltext, oder Kile, die LATEX-IDE. Und und und. Auch ich bin eben ein Gewohnheitstier – zumindest manchmal. Deshalb hatte ich ja, einfach aus lauter Bequemlichkeit, dieses verf∗ckte Win7 behalten. Schluß. Weg damit, ein für alle Mal.

 

Und damit endet die Windoof-Geschichte bei mir tatsächlich und endgültig. Keine Chance zur Wiederaufnahme. Und auch keine Chance für den angebissnen Apfel. Frei ist frei und fühlt sich einfach genial an. Und seit Jahren ist Linux nichts mehr, was nur Nerds und Gurus können – nein, heutzutage kann jeder das handhaben, genauso einfach oder meist sogar einfacher als ein Windoof. Ehrlich.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 15. Oktober 2015 war der trotz Problemen ohne Datenverlust noch immer/wieder arbeitende Rechner.
 
Tageskarte 2015-10-16: Die Fünf der Münzen.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Aus für Windoof (289/76)

  1. TBW-PUR sagt:

    ich hab noch Vista, aber wenn ich mal einen neuen kaufen muss, dann überlege ich auch genau welcher mir ins Haus kommt 😉

  2. Ulli sagt:

    wenn ich das alles nur könnte, was du kannst- seufz … so bleibe ich denn bei 9 und ignoriere geflissentlich das update für 10 … will ich nicht haben!

  3. Elvira sagt:

    Von diesem Beitrag habe ich weniger als die Hälfte verstanden 😳
    Aber das geht mir auch so, wenn ich Prospekte lese, in denen Computersysteme beworben werden (oder HiFi-Anlagen und Fernseher). Wie gut, dass Du Dich auskennst! Mein Mann hat das Fenster 8 BS. Ich rühre seinen Rechner nur noch an, wenn Mann Hilfe benötigt. Er ist noch einen ganzen Tick hilfloser als ich,wenn es mal Probleme gibt.
    Viel Spaß beim Neuanfang!

  4. Sofasophia sagt:

    Das ist auch grad so ein Thema, das mich beschäftigt. Da ich sowohl im Büro als auch in Bezug auf meine KundInnen noch immer mit Windoof arbeiten muss, weil bei Lektoraten LIbreOffice oft nicht wirklich kompatibel ist (und weil alle meiner bisherigen KundInnen das sauteure Winoffice benutzten, obwohl es doch so gute OpenSource-Officeangebote gibt!) habe ich nun nach langem Überlegen doch wieder einen Windoofen Laptop gekauft. Vorinstalliert ist Win8, das ich so noch nicht wirklich kannte. Außer wenn ich mal auf Scheffs Laptop irgendwelche Notfälle lösen musste. Es ist gewöhnungsbedürfttig und ich werde damit nur das Notwendige machen und mich fit halten. Denn im Büro steht auch der Neukauf an und damit sicher auch wieder Windoof. Ich „muss“ also, solange ich mir mein Brot mit diesen Arbeiten verdiene(n) muss, noch mit Windoof zurecht kommen.
    Aber: Und hier gehts für mich in die richtige Richtung: Ich boote auf dem neuen Lap mein Ubuntu 14.04, das ich nun schon anderthalb Jahre heiß liebe (vorher das Ubuntu 12) ab USB-Stick. Es ist einfach auch optisch schön. Ich arbeite ja auf den grafischen Oberflächen, wo immer möglich. Das Terminal kommt bei mir nicht sooo oft zum Einsatz wie bei dir. Aber es ist immer gut, zu wissen, dass man damit viele Dinge lösen kann. Es ist viel mehr für selbständig denkende Menschen als Windoof, wo es immer nur die vorgegebenen Wege gibt. Im Moment bin ich richtig glücklich über diese Zweispurigkeit. Einziger Hacken: Ab und zu fällt das WLAN aus, dann muss ich das gute alte Kabel einstöpseln. Und langfristig wäre es kuhl, wenn wir es schaffen würden, den USB-Stick wegzulassen und ab Festplatte zu booten. Diesen Transfer haben wir noch nicht geschafft.
    Ooops, so viel wollte ich doch gar nicht schreiben … Tja …
    Lange Rede kurzer Sinn: Ich jedenfalls möchte nicht mehr ohne Linux und Co.

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