Das 3. Türchen: Unerwartet religiös


Beim ollen Fontane entdeckt

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Meinen Adventskalender hier widme ich allen, die kämpfen, allen, die krank sind, allen, die Unterstützung benötigen.
 
Ich wünsche all diesen Menschen und mir eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit. Alle meine Kerzen brennen für alle, die Hoffnung brauchen.

 

 
Verse zum Advent
 
Heinrich Theodor Fontane (∗ 1819 – † 1898)
 

Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.

 

 

Nicht nur ich schreibe Adventsgedichte, auch ein Theodor Fontane tat es. Mich wunderte beim ersten Lesen dieser Verse durchaus, daß der Journalist der radikal-demokratischen Dresdener Zeitung religiös gewesen zu sein scheint, zeitbedingt vielleicht – Allerdings existiert das Phänomen der vollen Weihnachtskirchen ja heute noch, bestimmt nicht ohne Grund.

Und ihr? Wie haltet ihr es: Spielt der christliche Anlaß der Weihnacht bei euch eine Rolle – oder der keltische, der antike?

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 2. Dezember 2014 war die verlängerte Schicht.
 
Tageskarte 2014-12-03: Die Neun der Stäbe.

© 2014 – Der Emil. Eigener Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Das 3. Türchen: Unerwartet religiös

  1. arabella50 sagt:

    Am Heilig Abend gehen meine Familie und ich in die Kirche zum…Weihnachtslieder singen.
    Wir sind keine Christen. Wichtig ist für uns dabei, nicht nur Geschenke zu verteilen, sondern Zeit miteinander zu verbringen. Rückschau zu halten, im Chor zu singen und Kraft zu sammeln.
    Freundliche Grüße zu dir.

  2. Ulli sagt:

    ich bin vorchristlich orientiert, gehe mit dem Sonnenstand und ich finde, dass hieraus vieles erklärbar wird, was die Kirche dann für sich nutzte … aber ich habe nichts gegen Kirchgänger, jede und jeder wie sie und er es braucht, nicht wahr?!

    • Der Emil sagt:

      Sonne und Mond un der Herakles-Kult und und und. Die Christliche Amtskirche hat vieles genutzt nd umgedeutet. Und die war’n nicht die ersten.

      Aber auch für die vorchristlichen Menschen hatte die Zeit eine besondere Bedeutung, ganz bestimmt feierten sie zur Sonnenwende …

  3. Frau Momo sagt:

    Bei uns spielt nur der christliche Ansatz eine Rolle, auch wenn es eine Zeit ist, die wir nutzen, um für uns zu sein, mit Freunden zu feiern. Und dieses Jahr wird ganz besonders, weil der Gatte endlich mal frei hat, wir also ganz in Ruhe Weihnachten feiern können. Gottesdienst gehört für uns dazu, aber wir sind keine reinen Weihnachtskirchgänger.

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