Zum weihnachtlichen Erzgebirge gehören unbedingt die Schwibbogen.
Es gibt viele Legenden um ihre Bedeutung und ihre Entstehung ‐ aber so ganz wird weder das Eine noch das Andere jeweils vollständig aufgeklärt werden. Und es gibt viele (mehr oder weniger traditionelle) Motive wie die dargestellte bergmännische Form, eine Jesusgeburt, Jadgmotive usw. usf. Und es wird „gestritten” über die richtige Anzahl der Kerzen auf dem Bogen: sieben, neun oder elf? Meist ist zumindest eine ungerade Anzahl zu finden …
Unbestritten steht er für das Licht, das in der dunklen Jahreszeit vor allem von den untertägig arbeitenden Bergleuten monatelang entbehrt werden mußte. „In dr Nacht fängt a de Schicht / un wenns finster is nort kummer wieder” heißt es nicht umsonst im Lied „Kummt Baargbrüder“.
Und auch bei mir im Fenster stehen Schwibbogen – ein Johanngeorgenstädter (oder Schwarzenberger?) und eine Geburtsszene aus Bethlehem – die mich an besondere Bedeutungen des Lichtes erinnern. Sie gehören vom ersten Advent bis Mariä Lichtmeß einfach dazu. Unabhänging von einem christlichen Glauben – einfach weil ich es von klein auf genau so erlebt und erlernt habe. Für mich sind sie ein Weihnachtsbrauch, eine Tradition, die ich gerne pflege und weitergebe.
Mehr zu Schwibbogen steht in Wikipedia oder bei Schwibbogen-Info. Und sicher finden sich mit dem Suchbegriff „Schwibbogen Erzgebirge“ in den Suchmaschinen der Wahl noch mehr Informationen.
Danke fürs Lesen – und habt eine besinnliche Zeit.


Lieber Emil, Schwibbögen hab ich schon seit meiner Kinheit..schöööööön..
Und die Knappen kannte ich noch in echt,ist ja schon gut 50 Jahre her und
Opa war Bergmann vor Kohle….mit Schlägel und Eisen. Früher in Schlesien,nach
der Flucht im Ruhrgebiet. Ich hab noch soviel alte Bilder….Grüsse Ilona
Ich komme aus dem Erzgebirge und muss dir sagen,dass es mich so sehr an meine Kindheit erinnert…..und habe selber einen wunderschönen großen Schwippbogen zu Hause im Fenster stehen…..
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Ich bin auch mit solch einem Schwibbogen groß geworden und werde ihn heuer auch wieder bewundern können. Wobei dieser mit richtigen Kerzen erleuchtet wird und nicht mit Strom. Wobei ich dir auch vollkommen recht geben muss. Egal welchem Glauben man hat, so sollte man seine Traditionen nicht komplett vergessen und über den Haufen werfen, vor allem wenn es um solche schönen Bräuche geht, sollte man sie wirklich weiter geben und tragen.
Dies hast du gerade getan und ich danke dir dafür..;o)
Das mit der Verlinkung ist sehr schön, meine wird folgen, muss diesen Teil meiner Seite so oder so erweitern und überarbeiten, aber alles in Ruhe und zu seiner Zeit.
Schicke dir ganz viele Grüße nach Halle..;o))
Emma
Ich bin vor einiger Zeit zufällig über einen anderen Blog auf diesen hier geraten.
Nun habe ich begonnen zu tun, was ich immer tue – ich lese mich vom 1. Beitrag zum neusten.
Weit bin ich noch nicht gekommen – lese nun hier und möchte mich nicht dafür schämen zu sagen, dass ich in meinen 46 Lebensjahren wohl bereits viele Schwippbogen gesehen habe.
Aber noch nicht ein einziges Mal habe ich etwas über deren Bedeutung und Ursprung erfahren.
Erst hier. Jetzt.
Mir dünkt, das Lesen hier bringt mir noch manche Überraschung und vieles Neues.
Ich danke dir dafür.
Liebe Grüße, Luise
Oh! Herzlich willkommen hier und vielen Dank!
So manche Überraschung finde sogar ich hier, wenn ich meine älteren Beiträge lese 😉