Zwischen Bäcker- und Gemüsestand,
umgeben von menschlichen Massen,
erschien mir heute ein Elephant.
Ihr glaubt, ich hab‘ nicht alle Tassen
im Schrank, wär‘ nicht richtig im Kopf?
Doch diese Gelegenheit griff ich beim Schopf
und drängte mich näher ans Tier.
Und in seinem braungroßen Auge
sah ich, wie es suchte nach mir
und frug, ob als Freund ich wohl tauge.
Wie nebenbei griff mit dem Rüssel es sacht
nach Trauben und Äpfeln, die ihm jemand bot,
und die Geberin hat gar herzlich gelacht.
Und der Bäcker gab ein kleines Brot.
Dem Elephanten schien es zu schmecken.
Ich wollte das Tier nicht erschrecken,
doch zog’s meine Hand wie magnetisch
auf die aschgraue Haut voller Falten,
als wär’n Elephanten mein Fetisch!
Ich hab‘ mich am Tier festgehalten.
Es waren nur ein paar Sekunden:
ich Mensch und ein Elephant.
Mir schienen es beinahe Stunden,
die ich mit dem Tier so dort stand.
Dann zog dieser Elephant weiter
und war schon bald nicht mehr zu seh’n.
Es blieben – nun ein wenig heiter
gestimmt – nur die Menschen dort steh’n.
So surreal schien das Erlebnis!
Ich wünschte mir laut loszuschrei’n!
Beim denken kam dann das Ergebnis:
Das Tier mußte vom Zirkus sein …
Gestern nachmittag stand ich gegen 15 Uhr an der Straßenbahnhaltestelle auf dem Halleschen Marktplatz, als die 20jährige Elephantendame mit ihrem Pfleger Werbung für "ihren" Zirkus machte. Falls ich wirklich mal zu einen Poetry Slam geh‘, wird das mein erster Vortrag. Versprochen.
Und Bilder von Elephanten gibt es dort.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
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Feines Gedicht 🙂
Du erinnerst mich daran, dass ich vor ziemlich genau einem Jahr mit eigenen Gedichten das Bloggen begonnen habe. Hatte damals eine merkwürdige Zeit und habe mich in Versen und Reimen ausgetobt.
Naja – ich reim das Leben immer mal wieder 😉
ICH LIIIIIIEEEEBBBBBEEEEE Elefanten.
Bist Du James Krüss?
Oh wie schön!
Ymmd
Ach Mieze … Als ob Du nicht wüßtest, daß ich nicht der Krüss bin!
Ach, ich seh öfters Elefanten, kein Grund zur Besorgnis…
Du kannst ja toll dichten..ich schaffe nur ein paar mässige Zeilen 😉
Manchmal … Da fällt mir auch ein, daß ich sogar in meinem Adventskalender im 17. Türchen schon den Elefanten drinhatte! Ebenfalls in Reimform 😉
die Haut hat sich sicher gut angefühlt, warm, rau … ;o) ich versuch grade im Geist einen Elefanten zu streicheln, da fällt mir ein, dass ich als Kind rückwärts von einer Bierbank gekippt bin aus Angst vor einem jungen Elefanten, der zu uns auf den Schulhof kam.
War wohl nix mit Streicheln! Er hatte Sommersprossen auf der Nase …
Grüße
Die Elephantin hatte Wimpern dick wie Klingeldraht und ebensolche Borsten an der Schwanzspitze.
Es fühlte sich trocken, rauh, fast wie Kiefernborke an.
Das finde ich ja wieder wunderschön geschrieben, du bist ein echter Poet!!
Elefanten liebe ich.
LG
Angie
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