Gelesenes beeinflußt meinen schriftlichen Ausdruck.
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Die Sprache des Gelesenen beeinflußt auch meine Sprache. Das habe ich schon oft festgestellt – für meine Schulaufsätze allerdings etwas spät. Doch es passierte mir nach dem Lesen diverser Reisenotizen Deutscher Romantiker heute das:
Mir hatt' ein Mägdlein Zeit geschenkt,
nur kurze Augenblicke.
Die warn, wenn man es recht bedenkt,
im Bangen eine Lücke.
Dann lacht' sie mir grad ins Gesicht
und schalt mich einen Narren,
denn mit mir leben wollt' sie nicht.
Ich sollt' drauf nicht mehr harren.
Mir hatt' ein Mägdlein Zeit geschenkt,
mein Hoffen ganz vernichtet.
In Schmerzen tief mein Herz versenkt.
Ich hätt' gern drauf verzichtet.
Wie oft bei meinen Reimspielereien gibt es keinen Bezug zu irgendeiner Realität. Die nach der ersten Zeile von mir fortgeführte Sprachmelodie wollte nur zu irgendeinem Abschluß gebracht werden. Eintauchen in eine phantasierte Gefühlswelt, sei sie auch noch so ungewohnt für mich, bringt doch immer wieder einiges hervor, das ich herzeigen mag. Wahrscheinlich hätte ich mit den wenigen Zeilen der Günderrode oder Novalis nur ein schmallippiges Lächeln abgerungen … Na und?
Erinnerung des Tages:
Ich hörte heute tatsächlich nebenbei alle CDs, die ich von Umbra et Imago habe und dachte dabei an das einzige Konzert von denen, das ich je live sehen konnte.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 03. März 2025 war ich zufrieden mit dem Unterwegssein zu Fuß (nur 6 km zum Einkaufen), mit gehörter Musik (hach, damals war ich jung), mit vorgekochtem Linseneintopf.
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