Ein Geräusch kann alles wiedergutmachen.
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Die Katze – vielleicht ist es auch ein Kater – springt wie wild hinter einem Laserpunkt her und erreicht ihn nicht. Das Tier scheint kurz irritiert, hält inne, geht in Lauerstellung und sucht aufs Neue nach der vermeintlichen Beute. Da ist der Punkt wieder. Der ganze Körper der Katze spannt sich. Sie wartet nur noch auf den richtigen Moment. Dann springt sie. Und wieder verfehlt sie das Ziel, den Lichtpunkt. Das geht so lange, bis die Katze keine Lust mehr hat auf dieses Spiel.
Als ich Kind war und wir Katzen im Haus hatten, spielten wir mit den Tieren ein ähnliches Spiel. Aber das, was wir an das Ende eines längeren Fadens banden, konnte die Katze zumindest wirklich fangen. Ganz gleich, ob nun ein kleines Stück Stoff oder etwas Papier: Sie hatte etwas zwischen den Pfoten. Und damit konnte sie ein Weilchen wirklich spielen wie mit einem toten Beutetier oder einem Wollknäul.
Wieso aber akzeptieren die Kater und Katzen einen Lichtpunkt als Jagdziel? Etwas, das sie wirklich nicht fangen können und das auch den kurzen Spielmoment nach dem Fangen nicht zuläßt? Da verstehe ich die Tiere nicht. Aber wenn sie dann meine Nähe suchen und sich kraulen lassen und dabei wohlig schnurren: Das verstehe ich gut.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 5. Juni 2023 war ich zufrieden mit der Routine am für mich sehr frühen Morgen, mit den Resten des Essens von gestern, mit dem Hackepeter am Abend.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

