Vorsicht, Ohrenpein (2017: 192)

Zumindest für einige von euch.

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Jetzt, da ich schon etwa ein halbes Hundert Musikkassetten “digitalisiert” habe, konnte ich am Rechner einige der Rohdateien (WAV-Format, 30 min oder 45 min lang) anhören. Es war unter den bearbeiteten Schätzen auch ein Band – ein Mixtape –, das mir vor vielen, vielen Jahren von einer Frau angefertigt und geschenkt wurde. Über 20 Jahre ist das jetzt her; ich wundere mich übrigens sehr darüber, daß den Magnetbändern noch immer anhörbarer Klang zu entlocken ist.

Wie Musik wirken kann, weiß ich ja. Es ibt viele Lieder, die mich Momente aus meiner Vergangenheit sofort wieder erleben lassen, viele gute Momente. Da sind zum Beispiel “Natbush City Limit” von Ike und Tina Turner, “Hiroshima” von Wishfull Thinking, viele Lieder von DDR-Bands, von Udo Lindenberg … Und dann gibt es auch noch Musik aus der Zeit kurz nach der Wende, also etwa von 1991 bis 1997. Ich hörte damals sehr viel Country und – ja, ich gestehe – deutsche Schlagermusik, sogar volkstümliche Schlager. Sie war daran nicht ganz unschuldig … Ich laß mal nur ein Beispiellied von diesem Mixtape (wie nannten wir das damals eigentlich, so um 1980 herum?) hier:

 

 

Ach ja. Ich habe diese Art Musik seitdem immer gehört, nicht andauernd, durchgängig, nein, aber immer wieder jedenfalls auch neben all der Darkwave-, Gothic-, Punk-, Dubstep-, Metal- und Grufti-Mugge. Nur glaube ich nicht, daß “Im Namen der Liebe” wirklich alles erlaubt ist; vieles ja, aber alles? Egal, um den exakten Text geht es ja nicht. Sondern um meine Erinnerungen an diese Zeit, an diese Musik, an diese Frau.

Heutzutage verschickt man sich statt der Mixtapes wohl Playlisten von Streamingdiensten. Ob die auch mehr als 20 Jahre halten werden?

 

Der Schlagerfuzzi schleicht sich davon und sagt: Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 11.07.2017 waren leckerer Eintopf, wunderbare Musik, gesunkene Temperaturen.
 
Die Tageskarte für morgen ist VII – Der Wagen.

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Über Der Emil

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0 Kommentare zu Vorsicht, Ohrenpein (2017: 192)

  1. Emil, eigentlich mag ich dich ja … 😀

  2. wildgans sagt:

    Deine musikalischen Phasen machen mich teilweise lächeln – von einige habe ich noch nie was gehört (Dupstep, Gruftimugge…?).
    Wenn ich erzählen würde, dass ich mal den alten schrecklichen Drafi Deutscher mochte, och nä, lieber nicht, der wurde dann ein Sichnacktzeigemann, der Roy Black tat auch was Doofes, Rex Gildo ebenso – aber – ach, nix 🙂

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