Mit sonderbaren Abkürzungen
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Was ist eigentlich schlimmer: der Abkürzungsfimmel, über den auch Klemperer schrieb, oder die unreflektierte Verwendung von fremdsprachigen, z. T. gemischtsprachigen Fach- und Phantasiebezeichnungen (sodium laureth sulfate, citric acid usw. usf.)? Auf diesem Preisschild/Warenschild, das durchaus historisch bedeutsam sein könnte, sind einige Abkürzungen zu finden.

Pappzettel als Preisschild
Schwarzgef(ärbtes) Kalb mit Standardnerz-Besatz. Damen-Größe g 50 für 1320 Mark der DDR
Da sind EVP, HSL, ACN und die Eins im angerundeten Dreieck. Langsam entschwinden die Bedeutungen auch für solche Abkürzungen. OGS, BGL, BSG, KWV, ABV, DLK, SMH, KIM, VEB, DSR, VEG, MTS, VVB, PGH, KAP – ein paar der durchaus üblichen und gebräuchlichen Kürzel für Wortverbindungen, die den Menschen nicht immer so leicht über die Lippen gehen wollten.
Und den ABV fand ich allemal besser als den BüPo oder den KBB.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 19. November 2015 war die fertige Sendung.
Tageskarte 2015-11-20: XIV – Die Mäßigkeit.
© 2015 – Der Emil. Text & Bild unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Das sind für mich nur Hieroglyphen …
Und wo Ist die Erklärung für Nichtswisser- Wessis
Gemach, gemach. Die kommt schon noch.
Mit deinen vielen Abkürzungen bringst du ja sogar mich, eine lange Jahre gelernte DDR-Frau, in Bedrängnis. Ca. 70 % bringe ich noch zusammen. Wie ich lese, willst du sie noch erklären, so dass ich jetzt nicht nach denen fragen werde, die ich vergessen habe.
Ja, mache ich heute nach 18 Uhr noch 😉
Ich gehe jetzt Feedreader lesen.
Und? Neugier befriedigt?
Du hast mich ganz schön lange suchen lassen – ich dachte, es kommt als neuer Post. Aber jetzt habe ich es gefunden. – Bis auf das, was ich nicht wusste, waren die anderen alle richtig.
Bahnhof versteh ich. Macht aber nix, Nerz kauf ich eh nicht. 😉
Ich weiß nicht, ob „Standardnerz“ tatsächlich Pelz war oder vielleicht eine andere Bezeichnung für die vielen Polyester, die ihr Leben lassen mußten …
EVP – Einzelhandelsverkaufspreis
HSL – Handelsschlüssellistennummer
ACN – ist partut nicht auffindbar (und ich weiß es nicht)
die Eins im angerundeten Dreieck – Qualitätseinstufung. 1. Wahl, zweitbeste Stufe in der DDR
OGS – Obst, Gemüse, Speisekartoffeln (ein Zweig der HO – Handelsorganistion)
BGL – Betriebsgewerkschaftsleitung
BSG – Betriebssportgemeinschaft
KWV – Kommunale Wohnungsverwaltung
ABV – Abschnittsbevollmächtigter (zuständigerPolizist im lokalen Umfeld, Dorfscherrif)
DLK – Dienstleistungskombinat
SMH – Schnelle Medizinische Hilfe
KIM – Kombinat Industrielle Mast
VEB – Volkseigener Betrieb
DSR – Deutfracht Seereederei
VEG – Volkseigenes Gut (Gärtnereien, Zuchtbetriebe)
MTS – Maschinen- und Traktorenstation
VVB – Vereinigung Volkseigener Betriebe
PGH – Produktionsgenossenschaft des Handwerks
KAP – Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion.
Dazu noch LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) und GPG (Gärtnerische PG), ABI (Arbeiter- und Bauerninspektion), und dann noch all die üblichen Bekannten.
Danke für die Liste.
Pelzbekleidung war schon immer teuer.
Eine uralte Karte. Wo hast du sie gefunden?
In deinen Unterlagen?
Liebe Grüße Bärbel
’ne Freundin schenkte mir einen Nähkasten von ihrer Oma, darin lagen der Zettel und die Pflegehinweise.
ach so, das ist ja super!
Schwarzgef(iedertes) Kalb?
…färbtes …
😉 Ein gefiedertes hätt ich lustiger gefunden.
So weit war die Technik damals noch nicht (wieder).