Ohne Verpflichtung im Radio, Tag 1
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Ein freier Sonnabend. Mal sehen, ob ich ausschlafen kann, oder ob mich irgendjemand/irgendetwas weckt vor der Zeit. Seltsamerweise werde ich seit Wochen jeden Morgen kurz vor Vier einmal wach, ich hoffe, auch das bleibt mir heute erspart. Natürlich habe ich genug zu tun. Da muß eine Hose gekürzt und ein Knopf angenäht werden, ich muß noch einiges scannen, sortieren, reparieren, festschrauben, schreiben, lesen … Doch, es nennt sich schon Urlaub. Aber … Am liebsten würde ich mich heute hinsetzen und alle Beiträge bis … vorschreiben. Geht nicht. Egal.
Wild Camel beschäftigt mich noch. Die Band, die mich am Donnerstag Abend so verzauberte. Die aus Vogelstimmen, verschiedenen Schlagzeugen, diversen Didgeridoos, Maultrommel, Fünf- und Siebensaiter-Baß, Akkordeon, Flöten unterschiedlichster Ausführung und natürlich Gesang und Obertongesang entstehende Musik entführte mich in ein keltisch-regenwaldiges Meditations-Dingens indisch-japanischer Prägung: Weltmusik und Ethnofolk eben!
Die von den Musikern (noch in anderer Besetzung) vor Jahren produzierte CD ist gitarrenlastiger, rockiger arrangiert als das, was die Fünf heute zu Gehör bringen. Aber mitschnipsen und mit den Füßen zappeln mußte ich trotzdem das ganze Konzert über. Der Schlagzeuger, Jens, sah aus, als ob er sich, während er spielte, auf einem ganz anderen Planeten befände. Der Didgeridoo- und Maultrommelspieler Eberhard brachte es ferigt, ein auch im Text verständliches “happy birthday to you” aus einem der hölzernen Rohre zu holen. Peter an Gitarre, Mandoline und Drehleier und Akkordeon zupfte und orgelte und balgte deutlich vernehmbar mit großer Spielfreude. Viola und ihrer Stimme bin ich vor Jahren schon begegnet, als sie ohne elektrische Unterstützung das Gasometer ausfüllte; als Flötistin und am Akkordeon hörte ich sie zum ersten Male. Und der Kopf der Gruppe, Gerd (auch bei Regentanz und Paul Bartsch), der immer wieder mit seinen Bässen und dem Didgeridoo scheinbar (an-)treibend das Ganze – nun ja, doch: leitete, dirigierte. Spielfreude und nochmal Spielfreude und Seele und Herz auf der Bühne im Hof des NT hier in Halle (Saale).
Schade, daß nur so wenig der Musik im Netz zu finden ist. Und doch … Vielleicht fühlt sich ja jemand aus der Nähe animiert, heute um 17 Uhr in die Doppelkapelle Landsberg zu gehen und ein völlig akustisches Konzert von Wild Camel zu erleben. Ich, ich kann das nur empfehlen.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 22. August 2014 waren die ruhige Schicht, der Buchfink mit nur einem Buch (Ninni Holmqvist: Die Entbehrlichen).
Tageskarte 2014-08-23: XVI – Der Turm.
© 2014 – Der Emil. eigener Text unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


das könnte mir gefallen. gibts cds?
(wach zur wolfsstunde war ich jetzt auch zwei nächte hintereinander).
schlaf gut (aus)!
2 Uhr. Wach, weil’s überall juckt …
CDs — jein …
cds jein? vergriffen?
[bin erst gegen zwei eingeschlafen (buch war soo spannend).]
(3.30 wach, 4.30 wach, 6.00 – jeweils für etwa 30 min. Ausgeschlafen? *hysterischlach*)
Dir wird Erklärung zukommen.
Lieber Emil,
ein interessantes Buch hast du im Buchfink vorgestellt. Eigentlich müsste man meinen, dass das alles einer schriftstellerischen Phantasie entsprungen ist. Aber dann merkt man doch, dass es eine Schnittmengen gibt zur realen Welt.
Was mir aber schon einwenig weh tat, war deine Ergriffenheit. In jede Faser deines Herzens war der Inhalt gedrungen. Ich würde dir gerne ein dickes Fell schenken, aber ich bettele schon Schafe an, dass sie mir etwas von ihrem abgeben. Hätte ich nicht so einen argen Dialekt, würde ich mich zum Vorlesen melden. Aber du gibst manchmal so schwere Kost vor, da kann man nicht mit Häppchen kommen.
Gruß von nebenan
Ach ja, ich würde dir gerne mal beim Lesen zusehen wollen.
Deswegen ja nur dieses eine Buch.
Ich glaube, zu dem Buch muß ich einen extra-Artikel verfassen. Ja, es ging mir verdammt nahe beim ersten Lesen, ich mußte es mehrfach zur Seite legen. Und obwohl ich es kannte, hat es mich gestern wieder erwischt …
Und ich mag nicht, daß es micht nicht erschüttert. Es soll rütteln am Gebäude der Erwartungen und Erfahungen und Abgrenzung und und und
Ja, schreib etwas dazu. Das Buch ist es das wert, und bestimmte Erscheinungen unserer Zeit sind es auch.
Audio ist geschnitten …
Die Mucke erinnert mich an die Siebziger Jahre, was nun wahrlich keine Abwertung sein soll, ich höre sie schon eine Weile im Hintergrund – fein!
wie du deinen Urlaub gestaltest lässt mich schmunzeln …
liebe Grüsse Ulli
Video kann ich zur Zeit leider nicht anschauen. Bin an einem Ort mit ganz langsamen Internet.
Hab mir den Inhalt des Buches angeschaut und es hat einerseits mein Interesse geweckt, andererseits weiß ich nicht, ob ich es lesen kann. Da müsste ich eine Zeit erwischen, in der ich gerade mal nicht über alles mögliche nachdenke und sinniere. Ich habs mir mal vorgemerkt.