Ultreïa. Was mich in der vergangenen Woche umhertrieb. (Nº 213)


Aufklärung über den Zyklus.
Mein Jakobsweg.

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Ja, heute möchte ich aufklären über meinen Text «Zyklisch» – in dem ich ja mit der Sprache nicht so recht herausrücken wollte.

Seit 1995 zwischen dem Tod meines Sohnes im Sommer und meiner eigenen Konfirmation am zweiten Weihnachtstag der Jakobsweg zum ersten Mal in meinem Kopf herumspukte, seitdem also packt mich ziemlich regelmäßig alle drei Jahre der Gedanke “Geh doch einfach los”. Immer wieder habe ich mich mit dem Thema beschäftigt. Auch im Jahr 2004, als ich selbst ins Kloster gehen wollte.

Dann kam die einzige Ausnahme von der Dreijahresregel: ich kaufte mir am Tag der Herausgabe, am 22. Mai 2006 «Ich bin dann mal weg» von Hape Kerkeling (huch! Das hat eine eigene Seite bei Wikipedia?). Ich war bis ins Jahr 2007 mit diesem Buch beschäftigt und mit dem Ökumenischen Pilgerweg durch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Wie oft habe ich 2007 Anlauf genommen, um wenigstens eine der hier in der Nähe zu findenden Etappen zu gehen …

So ging es eben weiter. 2010 war ich wieder versucht, den Weg zu gehen – und kam wieder nicht los. Und vor einer Woche war mir wieder danach. Weg. Flucht aus dem Leben hier. Gehen. Bemerken, daß ich doch noch nicht bereit bin dazu – bzw. daß mir meine ganze Lebenssituation diese Möglichkeit eben jetzt nicht bietet. Es fehlt das Geld; es fehlt die Sicherheit, daß das vorhandene Geld ausreicht und das wenige, das ich bekomme, weitergezahlt wird.

Jetzt habe ich das Buch «Bis ans Ende der Welt. Zu Fuß auf dem Jakobsweg» von René Freund ausgelesen. Oh ja, das war schlimm. Dieses Buch, es hat mich “angefixt”. So sehr angefixt, daß ich selbst Irgendlinks Radkunstreise von Zweibrücken (Rheinland-Pfalz, D) nach Hallstatt (Oberösterreich, Salzkammergut, AT) zum Memory of Mankind nicht so verfolgen konnte, wie ich das wollte. Darüber ärgere ich mich nun auch wieder … Und doch ist der Anfall erstmal vorbei.

Nun gut. Wie es mit diesem Thema bei mir weitergeht, kann ich in etwa einer Woche sagen. Ich habe ein neues Buch vor mir liegen. Eines, das ein völlig neues Thema in meine Welt bring. Eines von Irgendlink.

«Schon wieder ein Jakobsweg»

Ultreïa.

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 31. Juli 2013 waren die fertige Jojo-Sendung, das schon auf dem Konto befindliche Geld, das andere Geld, die beiden Wannenbäder.

P.P.S.: Wer selbst hineinlesen möchte in die Leseprobe, findet den Link bei Irgendlink.

P.P.P.S.: Beim nächsten Anfall im Jahr 2016 schaffe ich den Aufbruch vielleicht – ich beginne vorsichtshalber mit den Vorbereitungen!

© 2013 – Der Emil. Der Text steht unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Ultreïa. Was mich in der vergangenen Woche umhertrieb. (Nº 213)

  1. 🙂
    momentan entwickelt sich das glaub ich zu einem trend.. (nicht, dass ich dir diesen trend als motivation unterschieben möchte, du hast ja selbst bereits erklärt, dass dir dieser gedanke schon länger, ja jahre, im kopf umherschwirrt!).. ein stückchen des jacobsweges zu bestreiten.
    erst kürzlich ist eine freundin von mir ein stück davon mit santiago de compostela als ziel, gelaufen/gefahren. eine veranstaltung über einen ganz normalen reiseveranstalter. bei dem man gewöhnlich seine pauschalreise bucht. und in ganz wenigen fällen seine individualreise.
    schon komisch, was die menschen heutzutage dazu bewegt.

    • Der Emil sagt:

      Die Freunds waren auch nicht aus religiösem EIfer unterwegs. Die Erfahrung des Weges machen – und zwar ganz unmittelbar; in einer Geschwindigkeit reisen, an die der Mensch seit Urzeiten angepaßt ist; sich auf sich selbst reduzieren.

      Herausfinden, was wirklich für mein LEBEN notwendig ist …

  2. Gudrun sagt:

    Tja, ich wollte ja mal mit dir ein Stück die via redia lang. Es ist nichts Aufregendes, aber bestimmt gut zum vor sich hin sinnieren, ernsthaft nachdenken, reden, und auch lachen. Ganz weit weg zieht es mich gerade nicht, weil viel ansteht für in der nächsten Zeit. Ich kann deine Wunsch zum Pilgern gut verstehen und nachvollziehen.
    Ist das Wägelchen von gestern noch zu haben? Das würde prima zu mir und meinem Häbchen passen.

    • Der Emil sagt:

      Ich habe es noch nicht vergessen … Selbst in Leipzig ist das ja möglich.

      Und nein, den Rollfix hab ich schon lange nicht mehr. ABER: ich könnte einen „sozialistisch umlagern“.

  3. Gabi sagt:

    Das Buch hab ich als Hörbuch. Nur leider nie zu Ende gehört.
    Der Jakobsweg hat mich auch immer fasziniert. Nur leider soll er ja mittlerweile schon mehr als überlaufen sein. Aber es gibt ja auch noch viele andere Pilgerwege. Auch bei uns hier in Österreich. Aber täglich viele Kilometer zu gehen, das würde ich ohnehin nicht schaffen. Also wirds wohl nie was werden.
    LG Gabi

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