Der wichtigste Dünger
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Jährlich aufs Neue freute ich mich über die üppig blühende Pracht in den Balkonkästen der Frau unten rechts im Erdgeschoß.
Als ich sie einmal ihre noch leeren Balkonkästen bearbeitend antraf, blieb ich stehen. «Werden die in diesem Jahr wieder so wunderbar blühen? Ich hätte kein Geld für eine so dichte Blumenpracht.»
«So teuer ist das bißchen Blumenerde nicht» Nein, ich hätte nicht so viel Geld für so viele Pflanzen. Die allerdings bezahle sie auch nicht. Denn die Bau- und Supermärkte gäben die (fast) verdorrten, unansehnlich gewordenen Pflanzen regelmäßig kostenlos ab.
Und nach einer lauwarmen Dusche und einer Nacht in der Badewanne würden die meisten Blumen sich erholt haben. Für die sorgsame Behandlung bedanken sich Kapuzinerkresse, Margariten, Begonien, Geranien, Männertreu, Stiefmütterchen, Betunien und wie sie alle heißen mit reichlicher Blüte.
Das scheint ziemlich oft genau so zu funktionieren: Ein wenig Aufmerksamkeit und Zuwendung, die man verschenkt, trägt reichlich Früchte …
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 4. März 2012 war – oh, das verschweige ich heute ausnahmsweise. Aber es war wirklich sehr positiv.
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Ja Emil. Nicht nur als gelernter Gärtner stimme ich Dir und Deiner Nachbarin zu. Alleine durch „Absenker“ lassen sich Grünlilien (Chlorophythum comosum) vegetativ, also ungeschlechtlich vermehren. Man braucht Zeit, Interesse und Zuwendung. Das läßt sich auch auf unsere ruhelose Gesellschaft übertragen. Danke für diese Worte!!!
Ein wenig Aufmerksamkeit und Zuwendung, und auch jedefrau und jedermann blühen auf.
Einen guten Start in die Woche. Amelie
Das mit der Aumerksamkeit und Zwendung durfte ich mal an einem kleinen Jungen beobachten. Als er 3 Jahre alt war, noch nicht sprechen und laufen konnte, kam er zu seinen zukünftigen Adoptiveltern. Heute ist das ein ganz prächtiger, Musik studierender junger Mann
Lieber Emil, den letzten Satz unterstreiche ich ganz dick, Aufmerksamkeit und Zuwendung kosten einen gar nichts, haben aber unglaubliche Wirkung auf die anderen und auf uns slbst.
herzliche Montagsgrüße
SK
Mir haben die verdorrten Dinger immer schrecklich leid getan auf den Baumärkten und deshalb hab ich sie mitgenommen. Damals hatte ich noch einen Garten und manch gerettetes Pflänzchen entwickelte sich besonders prächtig.
„Ein wenig Aufmerksamkeit und Zuwendung, die man verschenkt, trägt reichlich Früchte … „, das finde ich auch. Aber genauso wie die Pflanzen könnte ich nie darum bitten. Entweder man trifft aufmerksame Leute, oder es gibt halt prasseldürre Zeiten.
Ich wünsch dir eine gute Woche
Ach Emil, könntest Du diesen Satz nicht als Leitmotiv auf der ersten Seite stehenlassen? Oder wir alle? Damit er uns an die wirklich wichtigen Dinge tagtäglich erinnert? Aber vielleicht wäre das doch keine gute Idee. Denn etwas, was wir täglich vor Augen haben, sehen wir irgendwann nicht mehr.
Herzliche Grüße,
Elvira
…. genau deswegen geht es vielen Menschen schlecht, weil ihnen Aufmerksamkeit und Zuwendung fehlen, Menschen können manchmal sehr hartherzig sein . Ein Lächeln bringt manchmal schon einen winzig kleinen Hoffnungsschimmer … 🙂
Ein schöner Beitrag. Und – da stimme ich Elvira zu – ein toller letzter Satz von dir. Ja, so ist es wohl…Zuwendung, die man verschenkt, trägt reichlich Früchte. Das glaube ich wirklich.
By the way: Ich wusste gar nicht, dass manche Bau- und Pflanzenmärkte so etwas machen…irgendwie eine schöne Sache, gell?
LG an dich!
Pingback: Ab in den Garten ( ❧ 066) | Germanys next Kabinettsküche
Lieber Emil,
das ist eine zu Herzen gehende Geschichte.
Gar nicht so viel Aufmerksamkeit, und alles blüht auf.
So einfach kann das Leben und Lebenlassen sein.