Kunstraum Kiosk (Nº223 #oneaday)

Kiosk Hr. Fleischer am Reileck

To get a Google translation use this link.

Über Facebook hab ich den Hinweis auf den Kiosk und die heute dort stattfindende Aktion erhalten.


 
Die Scheiben sind mit Farbspray undurchsichtig gemacht. Und am offenen Fensterchen des typischen Kiosk aus DDR-Zeiten sehe ich zwei lächelnde Mädchengesichter. Aus dem Fenster hängt ein Seil aus verknoteten Kleidungsstücken. Daraus sollen Wimpel werden für eine Wimpelkette, die am 10. und 11. August 2011 die Bernburger Straße etwas bunter macht.
 
 

 
Zwei Studentinnen sprechen mit mir. Ich lenke sie ein wenig ab von ihrem Vorhaben. Aber dann – Endlich! – werden Dreiecke aus den Kleidungsstücken geschnitten.

Die beigefarbene Singer, die später am Fenster erscheint, wirkt sehr achziger. Sie gibt bei der Benutzung ein ziemlich tiefes, sonores, sattes Rattern von sich, das nur gediegene und haltbare Maschinen von sich geben können.

Die beiden Studentinnen (Grafik und Kunstpädagogik) probieren den Kiosk als Kunstraum aus. Wollen reden mit den Vorbeigehenden, Stehenbleibenden. Und versuchen, ihre Kunst zu fertigen.


 
L’art pour l’art
 
Kunst um der Kunst Willen.
 
Sich mit einem Ort und dessen Bewohnern Bekannt-Machen: Die älteste Art von Werbung und “PR”. Ohne Internet. Leib-Haftig.
 
Etwas Bunt in eine Graue Diva bringen. Für nur zwei Tage.
 
Ohne ein konkretes, meßbares Ergebnis zu erwarten …
 
 

Schon nach kurzer Zeit wird das Schneiden und Nähen unterbrochen. Es wird Essen gebracht.

Und dann drehen sich Gespräche um Allzumenschliches. Es gibt Geschichten aus der Jugend, Von Dachböden und Büchern, von kleinen Dingen. Es sind nur “Geschichten aus dem Leben” zu vernehmen.

Doch meine Zeit ist nach fast zwei Stunden abgelaufen. Ich muß weiter.

Heute nachmittag bin ich wieder dort – zumindest zum Schachspiel mit Herrn Fleischer, dem ehemaligen Besitzer und Betreiber des Kiosk.

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 10. August 2001 war die Kommunikation mit meinem Sohn. Er wirkt erwachsener und lebenserfahrener als ich …

© 2011 – Der Emil CC by-nc-nd der_emil(at)arcor(dot)de

223 / 365 – One post a day (WP-count: 322 words)

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter Erlebtes, postaday2011 #oneaday abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

0 Kommentare zu Kunstraum Kiosk (Nº223 #oneaday)

  1. lieber emil, wenn der wimpel hängt, kannste davon auch ein bild machen? ich würde gerne sehen wie die kleidungsknoten schwingen! 😉 lg die steff

    • der_emil sagt:

      Die haben die Stücke zerschnitten in kleine Dreiecke. Und daraus eine Kette genäht bzw. zu nähen begonnen. Ich glaube nicht, daß da Knoten mit in der Kette bleiben.

      Aber wenn ich nachher hingeh, mach ich noch ein par Bilder. Klar.

  2. Gertje sagt:

    Schön schön! Machst Du auch noch ein Foto von der fertigen Wimpelkette? *neugierigbin*

  3. fudelchen sagt:

    Deie Fotos gefallen mir.
    Hab einen schönen Tag…ich schleich mich jetzt auch davon.
    Grüßlis ♥ Marianne

  4. nextkabinett sagt:

    Toll! Solche Kunstorte und Kunstaktionen mag ich …

  5. Irmi sagt:

    Emil, die Idee gefällt mir.
    Deine Fotos sind schön. Bin gespannt auf die Wimpelkette.
    Liebe Abendgrüße schickt dir
    Irmi

  6. frizztext sagt:

    toll, so’n slide einzufügen!

  7. Pingback: Der Emil – Kunstraum Kiosk (Nº223 #oneaday) und Triloff | Germanys next Kabinettsmitglieder

Antworte auf den Kommentar von fudelchen Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert