Was ein Mann von einer Frau I (Nº 39 #oneaday)

Drei Dinge, die Männer von Frauen erwarten oder erhoffen oder wünschen – Teil (Ding) I

Angeregt von der für die Männer gebrochenen Lanze und Männlein und Weiblein und der Diskussion zu diesem Blog und meinem Frauenfeindblog und meiner momentanen Unzufriedenheit mit den Folgen der unbedachten Überemanzipation, gegen die ich schon ankämpfe, solange ich denke, recycle ich wiedereinmal. Ein Blog, den ich schon im damaligen "sozialen Netzwerk" My(LEER) veröffentlichte und jetzt behutsam aktualisiert habe.

Frauen äußern klar und deutlich und unmißverständlich ihre Wünsche und bedienen sich dabei direkter Aussagen. Die als höflich oder als schonend oder als liebevoll gedachte indirekte Art zu bitten bzw. zu fragen ist für Männer un- bzw. mißverständlich.

Beispiel: «Könntest Du bitte mal …?» Das fragt in den Ohren eines Mannes nach seiner Fähigkeit, etwas Bestimmtes irgendwann zu tun. Er überlegt, ob er dazu grundsätzlich in der Lage wäre (also z.B. zum Müllrausbringen) und antwortet kurz mit «Ja.» Jedenfalls kommt dem Mann bei solchen Fragen nicht unbedingt in den Sinn, daß das Nachgefragte sofort erledigt werden soll.

Und ein Satz wie zum Beispiel «Findest Du nicht auch, daß dieser Ring wirklich toll aussieht?» übersetzt sich im Hirn eines Mannes NICHT automatisch in den von einer Frau damit ihrer Meinung nach überdeutlich zum Ausdruck gebrachten Wunsch, genau diesen Ring von ihm sofort oder übermorgen anläßlich des viereinhalbten Jahrestages der ersten gemeinsamen Fahrt mit der U-Bahn «überraschend» geschenkt zu bekommen.

Nein. Diese Übersetzung gibt es im Männerhirn nicht!

Und diese Übersetzung läßt sich einem Mann auch nicht antrainieren! Wirklich nicht. Wie oft ihr es auch versucht, ihn mit Liebesentzug oder kurzer mündlicher Belehrung oder Sprechverweigerung zu motivieren, es wird so nicht wirklich gelingen.

Fazit: Männer brauchen klare Worte, nicht höfliche oder liebevolle oder umschreibende Floskeln …
 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

If you would try out Google translations of this blog into english, use this link.

© 2009 – Der Emil

039 / 365 – One post a day (WP-count: 320 words)

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Was ein Mann von einer Frau I (Nº 39 #oneaday)

  1. Mieze sagt:

    Ich finde das mittlerweile sehr müßig, also das Thema. Ich erinnere mich ungern an Mario Barth, der das Thema so weit ausgekaut hat, dass niemand mehr wirklich darüber lachen. Diese Stereotypen, die anscheinend wirklich so rumlaufen, gehören nicht in meine Welt und auch nicht in meine Vorstellungen von einer guten Beziehung. Respekt und Ehrlichkeit, sowohl im Umgang mit anderen Menschen als auch mit mir nahestehenden Personen, sind viel wichtiger als auf herausgefundenen und heraufbeschworenen Pauschalisierungen zwischen den Geschlechtern herumzureiten. Mich ermüdet es so sehr als Mensch zu lesen, wie ich mich verhalten sollte, damit ich verstanden werde. *gähnt
    Solche Themen sorgen für Zwietracht und Streit und Verbrüderungen zwischen Geschlechtern gegen andere Geschlechter, eben weil es momentan leider keinen Konsens gibt.

  2. der_emil sagt:

    Liebe Mieze,

    den Barth mag ich auch nicht (mehr). Und in den letzten anderthalb Jahren hat sich in der Welt auch einiges getan. Und sieh es mir bitte auch nach, daß ich in meinem Alter (und mit meiner Geschichte) mich gestern sooooo aufgeregt habe, daß ich für heute diesen Text in einem heftigen Anfall von „Waaaaah! Was für eine blöde Kuh!“ (im realen Leben, nicht hier im Netz) wiederverwendete.

    Auch ich habe ja gelernt im Laufe meines Lebens. Pauschalisierungen nutzen nichts. Und ich, ich frage inzwischen nach bei solch unklaren Formulierungen, was denn nun wirklich gemeint ist, welcher Zweck verfolgt wird usw. Und das führt in meinem privaten Umfeld schnell zum Verstehen und zum Konsens …

    • twixraider sagt:

      Dass bei Mario Barth jeder einschlafen würde, wenn er seine Witze nicht brüllend erzählt, ist eine Sache. Dass Emil jetzt wieder voll in die Falle gelatscht ist, eine andere… ick gloob et ja nich, ick gloob et ja nich… wat entschuldigste dir für deene Meinung? Ne Meinung is doch keen Fehla! Wennde deiner Ollen wat bei Beathe Uhse in ihra tatsächlichen Kleidgrösse koofst, DIT isn Fehla! Ick gloob et ja nich, ick gloob et ja nich…

  3. frizztext sagt:

    Ich bin froh, dass ich nicht mit Margret Honecker verheiratet war oder mit Frau Ceaucescu 🙂
    es gibt glücklicherweise auch andere Rollen-Vorbilder:
    http://flickrcomments.wordpress.com/2011/02/01/empathy/

  4. Angie sagt:

    Irgendwo ist das richtig, was Mieze sagt, aber ich sehe im Umfeld, dass sich diese komischen Beziehungen, die dann auch sehr schnell wieder auseinander gehen, noch vervielfältigt haben in den letzten 15 Jahren. Das verstehe ich irgendwie gar nicht, wo doch soviel darüber geredet wird. Dass die Geschlechter mehr miteinander darüber reden müssten ist irgendwie nicht bei so vielen Menschen angekommen. Grad hat sich eine Bekannte nach zwei Jahren scheiden lassen. Dabei sah es für die Freunde so gut aus. Aber er vergaß immer alle besonderen Tage (kennen lernen, der erste Urlaubsbeginn etc). Sie sagt das auch so, dass das der Grund ist. Da fehlen mir dann die Worte. Ich glaube mein Mann und ich haben erst einmal direkt an unseren Hochzeitstag gedacht *lach*!
    Vielleicht liegt es auch nicht nur an Männlein und Weiblein, es ist ja auch generell zu sehen, dass man aneinander vorbeiredet und schnell geht, statt zu fragen.
    Liebe Grüße
    Angie

    • der_emil sagt:

      «es ist ja auch generell zu sehen, dass man aneinander vorbeiredet und schnell geht, statt zu fragen.»

      Das ist es … Und dank des vielen Mülls, der täglich über uns ausgekippt wird, entwickln sich viele Menschen ganau dahin weiter. Ja nichts verbindliches – ’s gibt doch immer irgendwo was Besseres / Billigeres …

      • Angie sagt:

        Ja, genau, so empfinde ich das auch. Ich frage mich ständig, was ich dagegen tun kann. So kann man auch keine neuen Freunde finde und meine Alten sind alle schon gegangen.

  5. twixraider sagt:

    Mal im Ernst, nicht nur Frauen verwechseln Empathie mit Telepathie, haben diesen semantischen Irrtum aber zu einer wahren Meisterschaft entwickelt. Neben Killerfragen gibt es auch Killerantworten wie „Du weisst schon…“. Besonderes Zähneknirschen hat mir immer die Antwort „Ach, überleg dir was…“ auf die konkrete Frage „Soll ich noch was mitbringen?“ verursacht. Bringt man nichts mit, ist es falsch, bringt man etwas mit, ist es höchstwahrscheinlich falsch, in beiden Fällen heisst es dann „Warum hast du kein XY mitgebracht?“. Im Gegenzug darf man aber keinesfalls wunschlos glücklich sein, „Was willst du essen?“ mit „Is mir wurscht!“ zu beantworten bedeutet Krieg, der mit „Wurscht gibt’s net!“ erklärt wird. Nein, Tonfall und Körpersprache können verbale Informationen nur ergänzen, nicht ersetzen. Kommunikation erfordert einfach etwas Disziplin. Oder eine Einkaufsliste…

    • Mieze sagt:

      Irgendwie scheinst Du mir sehr unter Verallgemeinerungen zu leiden. Ohman, ich verstehe das nicht.
      Gab es denn nicht mal eine Frau in Deinem Leben, mit der Du harmoniert hast; also jetzt mal von Mutti abgesehen?

  6. Ich habe eben die Kommentare gelesen! Der letzte ging mir wie ein Messerstich ins Herz! Vielleicht nur deshalb, weil ich um Deine Haltung zum letzten Punkt weiß?!

    Nun ja, ich kann Dich aber nur bestätigen, bin ich doch wirklich ab und an so ein Weibsbild, das gerne hätte, dass er bemerkt, wie es in mir drin aussieht und das auch noch richtig deuten kann! Wie blöd …

    Manchmal brauchen Männer wirklich klare Worte! Meine Erfahrung, weil er unlängst meinte, dass er nie über Nacht blieb, weil ich immer nur nett gebeten hatte, was nicht wirklich ernst zu nehmen war! Aus seiner Sicht .. Okay, dachte ich mir, wenn das nicht ernst zu nehmen ist, dann anders:

    „Und Duuuuu wirst am WE, so Du gesund bist, mit mir, in meinem Bett schlafen!“

    Die Zweideutigkeit ist mir durchaus bewusst! Ihm fiel die auch gleich auf – aber hey … ich habe am WE ein Date in meinem Schlafzimmer! Weil so, hat ihm das gefallen, war das eindeutig! Dafür, aber hab ichs heute morgen vergeigt, weil ich mal wieder dachte, er könnte ja drauf kommen, mich zum Bleiben zu bitten, damit ich nicht das Gefühl habe, ihm auf den Sack zu gehen … Ich lerne noch und bin froh, dass ich einen Freund habe, der geduldig ist mit mir und dass ich noch einen Freund habe, der mir sagt, dass ich einfach mal den Stier bei den Hörnern (oder den Kerl woanders 🙂 )packen soll.

    Ach Emil – ich bin eine schwierige Person, das weiß ich wohl. Aber Gott sei Dank, bin ich nicht beratungsresistent und überaus dankbar für Deine deutlichen Worte! Ach ja, den Blog sollte man noch verlinken … hab keine Ahnung, wie ich das hier machen soll!

    Aber da Du mein Redakteur bist, mach doch Du das bitte, wenn Du Zeit hast! Dankeschön, das kleine unfähige Schnecksche ….

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