Buna-Werke-Sonne (Nº 224 #oneaday)

Sonnenuntergang

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Wie sich doch so einiges geändert hat …

Buna und Leuna waren zwei der Standorte im Chemiedreieck – verantwortlich für so manchen Dreck und so manche Umweltsünde in der DDR. Als gelernter DDR-Bürger wußte man natürlich um die Wichtigkeit dieser Betriebe, die z. T. militärisches Sperrgebiet waren und entsprechend bewacht waren.

Heutzutage ist Schkopau, der Ort, zu dem die Buna-Werke gehören (eigentlich liegen die aber doch auf Korbethaer Flur? – Das ist hier in der Gegend wohl ein noch lange schwelender Streit, trotz der Eingemeindung von Korbetha nach Schkopau.) ein sauberes, ziemlich grünes Stückchen Welt.

Auch das Kraftwerk – nach der Wende erbaut – bringt kaum noch Dreck. Der Rauch ist ziemlich sauber, und oft sind er und die Wasserdampfwolken sehr eindrucksvolle Gebilde im Sonnen- oder Gegenlicht.

Am Himmel über Buna

Am Himmel über Buna

Ich stand am 5. August 2011 seit 19.30 Uhr dort neben der B91, vor dem Gebäude X 50, dem zum Kombinat VEB Chemische Werke Buna gehörenden Kulturhaus der Werktätigen, früher auch “Haus der Freundschaft” genannt. Und weil auf den Straßen zwischen DORT und Schkopau zuviel Verkehr war, wartete ich länger auf die Liebste und hatte Zeit, den Sonnenuntergang zu beobachten.

Sonnenuntergang über Buna

Sonnenuntergang über Buna

Vor lauter Staunen ob des Farbenspieles vergaß ich, mehr Bilder davon zu machen – außerdem hielt kurz darauf das lang ersehnte Autochen neben mir …

Doch zumindest dieses Bild wollte ich noch hier zeigen.

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 11. August 2011 war Schachspielen an Herrn Fleischers Kiosk. Außerdem bin ich wieder ruhig nach diesem großen Mißverständnis.

© 2011 – Der Emil CC by-nc-nd der_emil(at)arcor(dot)de

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Über Der Emil

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0 Kommentare zu Buna-Werke-Sonne (Nº 224 #oneaday)

  1. puzzle sagt:

    Kinderzeichnungen zeigten früher oft ‚Wolkenfabriken‘ irgendwo.

  2. sucherin sagt:

    Sehr schöne Bilder – ich selber habe an die Gegend keine so gute Erinnerung, weil unser Wagen dort einmal auf der Fahrt zwischen Rostock und dem Süden seinen Motorgeist aufgegeben hat und wir mit zwei kleinen Kindern eine Nacht dort im kalten Wagen auf einem Parkplatz verbringen durften bis am Morgen endlich die Werkstatt öffnete. Das hat jedoch nichts mit der Gegend zu tun, sondern lag wohl eher an unserem damaligen sehr sehr altem Gefährt, das auch an jedem anderen Ort seine Motorseele ausgehaucht hätte. Viele Grüße

  3. Plaste und Elaste aus Schkopau – wie oft sind wir auf unseren Fahrten von Berlin nach West-Deutschland unter Brücken mit diesem Werbeslogan hindurch gefahren. Und heute benutze ich als „gelernte“ West-Berlinerin das Wort Plaste mit einer Selbstverständlichkeit, als wäre es mir in die Wiege gelegt worden.

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