“Das Magazin” – noch immer interessant
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Das Magazin – sagenumwobene Bückware an den Zeitungskiosken der DDR, und es existiert noch immer. Im Sender fiel mir das Juniheft in die Hände, in welchem ein Artikel unter der Überschrift “Ich schreie, ich kann das” sich fand.
Ein Chor in Berlin. “Wer in unserem Rock-und-Pop-Chor singen will, muß über 60 sein.” Seit 2010 treffen sie sich donnerstags von 16 bis 18 Uhr in der Musikschule Neukölln. Sie, die Generation der über Sechzigjährigen, haben Rock- und Popmusik populär gemacht. Meine Eltern beispielsweise hörten auf Kurzwelle im 49-m-Band Radio Luxemburg, oder auf Mittelwelle. Die Hitparade im ZDF gehörte wie die Programmvorschau für die nächste Woche zum festen Sonnabendvormittagsprogramm. Wahscheinlich wie bei Vielen der zwischen 1940 und 1955 Geborenen.
Die Geschichte der Namensfindung ist im Magazin kurz erzählt. Am Ende schufen die Mitglieder aus “high fidelity” und “Fossilien” den Namen, unter dem der Chor jetzt auftritt, bei Youtube mit zwei Liedern zu finden ist und seine Website mit Hörbeispielen betreibt: High Fossility.
Im Chor treffen sich Menschen, “die diese Musik noch im Ohr haben, vielleicht als junge Menschen schon in Bandsgesungen und gespielt haben und Lust verspüren, jetzt selbst Rock- und Popmusik zu machen”, heißt es auf eben jener Webseite. Und erst am Schluß des Artikels im Magazin fiel mir auf, daß es nicht nur ein Artikel ist, sondern ein Auszug aus Nadja Klingers Buch “High Fossility” (bei Rowohlt Berin erschienen). Das soll eine liebevolle Geschichte über diesen Chor sein, über den Sound des Lebens. Über die zerbrechliche Freudschaft mit dem Altsein und der Kraft, die daraus gezogen wird.
Noch kenne ich das Buch nicht. Aber die Hörbeispiele (hinklicken, reinlauschen, bitte!) haben mich überrascht, weil sie anders klingen, rhytmisch verändert sind. Ja, wenn es soetwas hier in Halle gäbe, ich würde es mir zumindest anschauen. Und das Buch, das besorg ich mir noch. Bald. Um in diesem Chor mitzusingen, bin ich sowieso noch neun Jahre zu jung.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 7. August 2014 waren der Mittagsschlaf, die guten Ideen für zwei Sendungen, der angenehme Feierabend.
Tageskarte 2014-08-08: (Wieder!) Die Vier der Schwerter. (Ich zieh jeden Tag eine Karte aus dem neu gemischten Deck.)
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Magazinleser war ich Jahrzehnte lang.
Da meine Großeltern die Hefte sammelten, las ich bis in die 50ziger Jahre zurück.
Immer war der Kater dabei und immer kostete es 1 Mark.
Beides stimmt nicht mehr.
Liebe Grüße
Aber es ist sehr weit Magazin geblieben — inkl. Nackter Schönheiten.
Ja,das wohl, aber die intelligente Kurzgeschichte ist auch nicht mehr drin.
das klingt in der tat nach einer guten sache! muss ich mal reinhören.
Es ist ganz sicher Geschmackssache.
Doch — liegt es an meinem fortschreitenden Alter oder an steigender medialer Aufmerksamkeit? — immer öfter laufen mir Geschichten um die Alten übern Weg … Und ja, ab 60 zählen Menschen zu den Alten, nicht zu den Silver-irgendwas, nicht zu den reifen sonstwer. Sorry. Alter ist nichts das schändet, Alter hat Achtung verdient.
meine rede!!!
(wir werden gewiss anders, (selbst-)bewusster als als die menschen vor 20-30 jahren.)
Das finde ich wirklich schön. Für so etwas könnte ich mich sofort begeistern, auch wenn mir noch ein paar Jahre zum 60er fehlen. Zum einen, weil ich auch noch immer sehr die Musik meiner Jugend mag (60er und 70er) und zum anderen, weil ich immer schon gerne gesungen habe. So etwas könnte man ja auch durchaus mit 50+ auf die Beine stellen.