Das 11. Türchen: Weihnachtsbaumüberlegungen


Woher und wohin und auch noch gereimt.

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Meinen Adventskalender hier widme ich allen, die kämpfen, allen, die krank sind, allen, die Unterstützung benötigen.
 
Ich wünsche all diesen Menschen und mir eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit. Alle meine Kerzen brennen für alle, die Hoffnung brauchen.

 

So langsam beginnen die Leute ja, Weihnachtsbäume zu kaufen. Auf den Weihnachts-, in den Bau- und Supermärkten. Vielleicht aber geht die oder der eine oder andere wie ich zum Selbstabschneiden in eine Baumschule oder gar (verbotenerweise?) direkt im wilden Wald klauen? Die Bäume, die überall jetzt schon gehandelt werden, verlieren ihre Nadeln für meinen Geschmack viel zu früh … Weihnachtsbäume brauchen sehr viel Zeit, sich draußen im Wald in der Erde verwurzelt auf die Zeit in den Zimmern vorzubereiten, das ist ein von alters her überliefertes Wissen.

Irgendwann (in der DDR) schrieb ich mir das folgende Gedicht aus einem Kalender ab:

 

 
Advent
 
Rainer Maria Rilke
 

Es treibt der Wind im Winterwalde
Die Flockenherde wie ein Hirt,
Und manche Tanne ahnt, wie balde
Sie fromm und lichterheilig wird,
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
Streckt sie die Zweige hin – bereit,
Und wehrt dem Wind und wächst entgegen
Der einen Nacht der Herrlichkeit.

 

 

Leider schneit es hier noch nicht. Und: Eine Nacht? Dreizehn Nächte mindestens. Zweiundvierzig maximal. Vom 23. oder 24. Dezember bis 6. oder 7. Januar (Hohes Neues Jahr, Epiphanias, Hl. Drei Könige) oder gar bis 2. oder 3. Februar (Mariä Lichtmeß); im letzten Fall sind es 40 Tage nach Weihnachten, die ein wirklich frisch geschlagener Baum mit guter Pflege auch durchhält. Ach, daß künstliche Weihnachtsbäume für mich nicht infragekommen, ist bestimmt allen klar. Ich mag auch künstliche Bockwürste und Äpfel nicht.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 10. Dezember 2014 war die doch nicht vollständig ausgebrochene Rüsselseuche. Der Tag war ein Tag im Bett.
 
Tageskarte 2014-12-11: Die Neun der Münzen.

© 2014 – Der Emil. Eigener Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Das 11. Türchen: Weihnachtsbaumüberlegungen

  1. Ulli sagt:

    stelle mir gerade künstliche Bockwürste vor … es schüttlet mich 😉
    und wir hier gehen in den Wald, hoch offiziell …

    • Der Emil sagt:

      Künstliche Bockwurst gibt es: Soja-Würste. Bääää!

      • Ulli sagt:

        🙂 stimmt :), obwohl ich ja Biotante der ziemlich ersten Stunden bin, gibt es Sachen, die muss ich nicht haben-

        bei künstlichen Bockwürsten dachte ich aber eher an Plaste … und denke gerade an eine Frittenbude fürs Spielzimmer, alberne Grüsse Ulli

        • Der Emil sagt:

          Bio ist das eine, Veganismus das andere …

          So ein echtes, rechtes Roulädchen darf’s schonmal sein bei mir. Oder eben Christoph (Kaninchen/Hase).

          • Ulli sagt:

            Veganismus ist das neue Reizwort der Wanderköchin, sie hat gelernt, dass sie eine Flexianerin ist (ohne Witz), weil sie ab und an die Rindsroulade nicht verschmäht 😉

  2. Sofasophia sagt:

    Gute Besserung. Xundheit!

    Ich mag Tiere und Bäume eigentlich nur draußen, ob Tanne oder sonstwas. Außer Topfzöix natürlich.

  3. Gabi sagt:

    Das war mir klar, dass Dir kein Plastikbaum ins Haus kommt. 🙂
    LG Gabi

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