088–2024: Sammelsurium

Drei Gedankengänge, nicht zusammenhängend.

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Auf den Zetteln, die ich im Laufe der letzten Tage von hier nach da umsortierte, unter anderem auch zum Altpapier, fanden sich einmal mehr Anfänge, Gedankenanstöße, krude Sätze, die ich doch noch nicht ganz verschwinden lassen möchte. Drei dieser Notate aus ganz unterschiedlichen Zeiten zeig ich mal her:

 

Zuweilen ist mir die ganze Welt zuwider; immer wieder scheint sich alles gegen mich verschworen zu haben: Wichtige Dinge sind nicht auffindbar, Geräte funktionieren nicht richtig, die Milch wurde sauer. Zum Glück erinnere ich mich dann daran, daß die Welt nicht in der Lage ist, mir schaden zu wollen – also wieso sollte ich ihr gram sein, gar wütend sein auf die Welt?


Woher kommt eigentlich (ich weiß, eigentlich ist ein eigentlich unnötiges, nur schwer sinnvoll zu verwendendes Wort) die Tendenz der Menschen, immer häufiger sogar Sachen, Technik und Natur zu unterstellen, sie würden mehr oder weniger bewußt gegen die Menschen zu handeln?


Den sonnigen Gemütern, die immer und überall „gute Laune” verbreiten möchten/​müssen auf Teufel komm raus, ziehe ich Menschen mit mondigem Gemüt vor: Das ist sanfter, ja, auch wechselhaft, aber damit meiner Meinung nach wesentlich mensch­licher; von diesen Menschen werde ich nicht in die Flucht getrieben. Silbriges Schimmern statt schreiendem Gleißen.

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Geschredderte Zettel, alte Zeitungsausrisse, alte Kataloge und Zeitschrifen sind jetzt im Alt­pa­pier­container. Und noch immer habe ich mehr als genug davon …

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden war ich am 28. März 2024 mit wiedergefundenen Sätzen, mit der großen Schüssel grünen Salats, mit Glühwein (noch nicht ganz ausgetrunken).

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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4 Antworten zu 088–2024: Sammelsurium

  1. Sonja sagt:

    Glühwein zum grünen Salat, na das ist ja mal was. Schön absonderlich!

  2. Ich reg‘ mich eher über Menschen auf als über Dinge – auch über mich selbst, dass ich eine angebrochene Milch über den Urlaub im Kühlschrank habe stehen lassen! 🙂

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