Wien Zentralfriedhof oder Hamburg Ohlsdorf?
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Den von mir am 8. Juli 2023 auf WriteFreely (ein Blog-System von mehreren innerhalb des #Fediverse) veröffentlichten Text hole ich heute (erweitert) hierher.
Der Wiener Zentralfriedhof ist einer der Orte, die ich gerne besuchen würde. Unter anderem wegen der vielen österreichischen Lieder, die ich kenne („Es lebe der Zentralfriedhof”, Wolfgang Ambros 1975 z. B.). Ich habe irgendwo in meinem Gedächtnis vergraben, welche berühmten Menschen dort begraben wurden (Falco gehört auf alle Fälle zu ihnen). Aber der Willy wird wohl unauffindbar bleiben („Willy”, Konstantin Wecker 1978). Und auch den Sandlerkönig („Sandlerkönig Eberhard”, EAV 1987) würde ich wohl nicht finden bzw. sein Grab.
Wien. Eine Stadt, die lange Zeit meines Lebens weit außerhalb dessen lag und liegt, was ich je erreichen zu können glaubte. Die Stadt, über die ich Dank einer Bloggerin einiges gelernt habe in den letzten Jahren. Die Stadt, in der noch heute die Fiaker und die Pompfüneberer unterwegs sind, sein sollen. Und: Immer wieder wird der Wiener Zentralfriedhof hochgelobt für seinen morbiden Charme. Einmal nachmittags dort sitzen und „an Einspänner mit Schlagobers” genießen hinterher.
Ob ich das noch schaffen werde?
Oder stehe ich zuerst auf einem anderen großen Friedhof (einem mit „eigener” Postleitzahl): Hamburg Ohlsdorf? Einem Friedhof mit Schranke und Bushaltestellen?
Keine Sorge, da ist keine Todessehnsucht. Ich bin einfach an Sepulkralkultur interessiert. Und ich entdecke insbesondere die mitten in Städten liegenden Friedhöfe als grüne Inseln der Ruhe und relativen Stille. (Und häufig auch als Orte mit zugänglichen Toiletten, was nicht zu unterschätzen ist.)
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 29. Juli 2023 war ich zufrieden mit einem Spaziergang über den Südfriedhof (einfach so), mit sortierten Zetteln, mit der Entscheidung, daß in Zukunft die Erwähnung einer Zufriedenheit ausreicht.
© 2023 – Der Emil. Text – nicht aber das Video – unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Meinst du wirst du es schaffen, einmal dort zu sitzen?
Bei Wien bin ich mir wirklich nicht sicher …
Ist ja auch nicht mal eben.
(Ich überlege grad, ob ich um vier Uhr Äppelstückchen nach HH-Ohlsdorf fahre (max 5 Std. HH, dann zurück) … Oder vllt. nach DD-Pillnitz?
Was hat das Wort Äppelatückchen im Satz zu sagen?🤔
Äh … Vier Uhr und ein paar Minuten/kurz nach vier Uhr/vier Uhr Äppelstückchen — kann sein, das letzte hab ich aus dem Mecklenburgischen übernommen.
Aha, kannte ich bisher nicht.
Warst du schon mal im Kasseler Museum für Sepukralkultur? Ich liebäugele schon länger mit einem Besuch, schaffte es bislang jedoch nicht.
Da will ich unbedingt noch hin!
Beim Wiener Zentralfriedhof erinnere ich mich noch daran, wie überrascht die Liebste und ich damals waren, dass er mehrere Straßenbahnhaltestellen hat. Im Ruhrgebiet gibt es Haltestellen wie ,,Mannesmann Tor I“ und ,,Mannesmann Tor II“, in Wien eben für den Friedhof.
Im Oktober werde ich (so Gott will) zum dritten Mal in meinem Leben nach Wien fahren und bin schon ganz hibbelig.
Nachtrag:
Ich muss eh mal ein paar alte Texte sortieren und in meinem Blog (wieder-)veröffentlichen. Da gibt es auch eine über eine Totenstadt.
Mal schauen, ob ich die finde …