Unterwegs gedacht und nachgesehen.
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Ich machte heute einen Ausflug, einen kurzen Ausflug nach Torgau. Dort stand und ging ich zwar am Ufer der Elbe, aber ich fand keine Stelle, an der ich hätte mit den Füßen ins Wasser gehen können. Und die Strömung war vom Ufer aus betrachtet auch ziemlich stark. Als Ausflügler war ich da vorsichtig.
Mittelhochdeutsch – was das genau war/ist, steht dort – war Ausflug (ūӡvluc) der Begriff für die ersten im Jahreslauf beobachtbaren Flüge von Bienen und Vögeln. Erst im 17. Jahrhundert wurde das Wort als Begriff für eine kleine Reise oder eine Wanderung übernommen (Quelle).
Seit wann aber die Bezeichnung Ausflügler in Gebrauch ist, konnte ich nicht herausfinden. Gemeint sind damit die Tagesgäste, die Wandervögel, die (heutzutage oft spießigen und/oder nervenden) Touristen. Wer macht denn heute noch einen Sonntagsausflug zu einem Ausflugslokal? Der wich doch längst dem Kurztrip nach ∗Ziel ganz weit weg∗. Und überhaupt: Sonntagsausflug ist doch sowas von veraltet, es findet sich bestimmt ein Grund, warum das nicht mehr political correct ist, oder? Vielleicht wegen des Wortbestandteils -flug?
Wen werde ich morgen wohl am Riveufer treffen?
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 3. Juni 2023 war ich zufrieden mit meiner Wortklauberei, mit dem Ausflug nach Torgau, mit den zuhause in einer Schüssel kalten Wassers gekühlten Füßen.
© 2023 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
@deremilmir bleibt auch nix anderes übrig, als im Sommer meine geschwollenen Füße in einem Eimer kalten Wassers zu stellen, zum Feierabend… wenigstens hab ich 'nen Balkon im Innenhof, wo der Autolärm von der Straße nur gedämpft zu hören ist…
Riverufer, tzetze…
Nein. Riveufer. Benannt nach Dr. Richard Robert Rive (* 26.12.1864, † 23.11.1947), der von 1908 – 1933 Oberbürgermeister der Stadt war …
Achso, danke!
Ich mach Sonntagsausflüge gern unter der Woche, da is es etwas „menschenfreier“ 😉
und dank 9,- bzw. 49,-Ticket hat der Tagesausflug glaub eine Art Wiedergeburt erlebt.
Ich mag solche Minireisen und Oberbayern ist dafür natürlich auch prädestiniert 😉
Ja, die Fahrkarte hilft ungemein. Und es kann für die Menschen doch jeder Tag ein Sonntag sein, nicht wahr?
Torgau kenne ich nur dem Namen nach, da waren meine Brüder mal einige Wochen im Heim, während meine Mutter im Krankenhaus war zu DDR-Zeiten.
Ich habe ja auch nur einen kleinen Teil der Altstadt gesehen gestern. Das Schloß aber werde ich sicher noch besuchen mit all seinen museal genutzten Teilen.
Ja, Torgau war auch für mich eine Stadt, deren Namen man kennt – aber sonst …