Himmelsbetrachtung und Sehnsüchtelei und mehr.
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Die Wolken haben es eilig und sausen am Himmel dahin. Es sind dunkelgraue Wolken, hellgraue, ein paar weiße und am Horizont rosa- und orangefarbene unterwegs. Nur ganz wenige kleine blaue Flecken scheinen hie und da auf. Die Betriebsamkeit da oben erinnert mich an einen Ameisenhaufen, nur geht es nicht ganz so geordnet zu am Himmel. Ich blicke hinauf zu den jagenden Gebilden und hoffe, nicht plötzlich in einem Regenguß zu stehen, warte allerdings bangend auf die ersten Tropfen. Der Wind macht mich etwas frösteln, doch so kalt ist es nicht, daß ich schon frieren würde. Wenn ich aber naßgeregnet wäre …
Ich bedaure, daß es noch nicht Winter ist. Dann würden solche Wolken einen Schnee versprechen, der sich auf die Landschaft und über die Stadt legte; Stille und Langsamkeit kämen damit in die Welt. Zwei Dinge, die uns unser Leben auch in den anderen Jahreszeiten wahrscheinlich leichter machen könnten. Jetzt aber seh' ich zu, daß ich irgendeinen Unterschlupf vorm Regen finde, denn ich habe den Regenschirm zuhause vergessen.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Gut fand ich am 14.10.2022 den geleisteten Luxus einer Jahreskarte für das Kunstmuseum des Landes, die Post vom Verein Deutsches Tagebucharchiv e. V., ein paar gelungene Bilder aus der Stadt.
Für morgen zog ich die Tageskarte XIII – Der Tod.
© 2022 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Wunderschön festgehalten, Deine Betrachtungen und Sehnsüchtelei, lieber Emil!
Besonders den zweiten Absatz möchte ich genau so unterschreiben, ich empfinde Selbiges! Ich verlinke direkt in diese Stimmung …
Hab einen schönen Abend, mit stiller Vorfreude!
Liebe Grüße,
C Stern