Ich sehe und höre Lebensfreude.
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Es tut so gut, am Fluß zu sitzen und die Füße ins Wasser hängen zu lassen. Vor allem im Schatten der alten Kastanie hier, auf dem kleinen Steg, an dessen Ende vier blaue Plastefässer für Auftrieb sorgen. Ich habe die Hosenbeine bis zum Knie hochgeschoben, krempeln wäre zuviel Aufwand gewesen. Bleiche Stachelbeerwaden leuchten in die Welt hinaus. Am anderen Ufer spielen Kinder ausgelassen in einem blauen Gartenpool. Denen dort drüben ist es anscheinend noch egal, ob sie Mädchen oder Jungs sind. Warum, warum nur machen wir daraus so ein Drama? Ich habe keine Ahnung, welche Gründe das hat – bin ich doch als gelernter DDR-Büger ganz selbstverständlich mit FKK aufgewachsen. Das laute Lachen und Quietschen der Kinder kündet vom Spaß, den sie haben. Ich sehe gemeinsame Lebensfreude dort am anderen Ufer. Unverbildete, einfache Lebensfreude beim Planschen im Pool.
Aus Erinnerungsbröckchen zusammenkolportiert.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Gut fand ich am 28.07.2022 den geänderten Plan, eine Tour übern Berg, ein Abendbrot zu zweit.
Für morgen zog ich die Tageskarte XIX – Die Sonne.
© 2022 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ich bin auch als gelernte West-Bürgerin mit FKK aufgewachsen.