Nº 138 (2022) – Zu warm

Und draußen auch viel, viel zu trocken.

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Es stimmt, ich beginne mein Hitzegejammere in diesem Jahr mit diesem Text sehr früh. Aber daß es zu den Eisheiligen durchgängig mehr als 20 °C Tages­höchsttemperaturen waren: Das nenne ich unnormal. Wenn das mal kein Indiz für den bereits viel zu weit fortgeschrittenen Klimawandel ist … Ich gestehe, daß ich vor dieser Veränderung echte Angst habe.

Am unangenehmste für mich ist das ständige Schwitzen. Selbst beim ruhigen Dasitzen tropft es an mir herab. Der Ventilator ist kein Kühlgerät, keine Klima­anlage, sorgt aber für einen konstanten Luftstrom. Verdunstungskälte wird der Effekt genannt, der beim Übergang vom flüssigen zum gasförmigen Zustand des Wassers thermische Energie, also Wärme aus der Umgebung „verbraucht”. Dadurch steigt allerdings die Luftfeuchtigkeit. Das ist weniger angenehm.

Zur Trockenheit kann ich nur eines sagen: Den letzten Regen habe ich am 10. April 2022 erlebt. Doch ergiebig war der nicht. Seither kann ich mich an keinen Regenschauer erinnern (vielleicht habe ich einige übersehen oder vergessen). An den Staub, den schlurfende Kinder verursachten, an den erinnere ich mich dagegen sehr wohl. Schließlich mußte ich meinen gesamten Krempel abputzen und alle Klamotten ausklopfen.

Wenn ich jetzt darüber nachdenke, daß genau dieses heiße und zu trockene Wetter das in den nächsten Jahren normale Wetter sein wird: Mir graust davor.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Gut fand ich am 18.05.2022 das durchgeführte Systemupgrade auf dem Not-Notebook, zwei Maschinen gewaschene Wäsche, NuMiRoSo.
 
Für morgen zog ich die Tageskarte König der Kelche.

© 2022 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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12 Antworten zu Nº 138 (2022) – Zu warm

  1. Nati sagt:

    Mir geht es genauso Emil und stets sehne ich den September herbei, mit der Hoffnung auf kühleres Wetter.

  2. Der Emil sagt:

    Das wird erst im November kommen …

  3. Elvira sagt:

    Ich kann dieses Wetter auch nicht leiden! Während eine Freundin jeden Sonnentage genießen kann, verkrieche ich mich lieber in der Wohnung. Morgens sitze ich gerne auf dem Balkon und genieße die Frische. Aber bald werden sich auch die Nächte nicht mehr abkühlen, jedenfalls nicht so, wie jetzt gerade noch. Gestern musste ich meine Balkonkästen 2x wässern, da die ausgesäten Pflanzen noch sehr klein sind. Später werden sie die Erde bedecken und 1x gießen wird ausreichend sein. Das Wasser fehlt überall! In Berlin und Brandenburg wird bereits über Maßnahmen nachgedacht. Und ja, der Klimawandel macht auch mir Angst!

  4. Roswitha sagt:

    wir sahen einen hasen über einen acker rennen und es staubte! richtig viel staub, an ein solches bild können wir uns nicht erinnern. mit dem wetter müssen wir uns arrangieren, es fällt kein verstand vom himmel und führt die menschen zu vernünftigem handeln. und die das sagen haben möchten wieder gewählt werden. tempo 120 auf der autobahn wäre ohne irgendeinen nachteil möglich. mich macht das denken darüber traurig, auch wegen der enkel.
    alles gute für dich, lieber emil, gruß roswitha

    • Der Emil sagt:

      Da ich in einem Land aufwuchs, auf dem auf Autobahnen Tempo 100km/h galt, verstehe ich das Problem mit der Einführung eines Tempolimits sowieso nicht.

  5. Sonja sagt:

    Dein „Hitzegejammer“ bedeutet mir was.
    Was, weiß ich nicht so genau, nur, dass es nicht wirkungslos auf mich wirkt.
    Plötzlich schmerzt Weltschmerz hitziger und mehr und intensiver.

  6. Frau Momo sagt:

    Ich liebe ja die Wärme und sie macht mir auch nix aus, wenn sie nicht so schwül daher kommt wie gestern, wo hier bei über 30 Grad die Hitze förmlich in der Stadt stand. Das ändert aber nichts daran, dass mir der Klimawandel auch Angst macht. Nicht zuletzt unsere Generation hat ihn ganz wesentlich mit verursacht und die Bemühungen um Schadensbegrenzung sind viel zu wenig.
    Ich bin auch für ein Tempolimit, ich verstehe trotzdem nicht, warum nicht einfach viel mehr Menschen sich schlicht freiwillig an eines halten, wenn doch so viele dafür sind. Ich brauche das nicht zwingend verordnet, ich kann mich auch so an eines halten. Wir sind das einzige Land in Europa, wo es keines gibt.

    • Der Emil sagt:

      Wohl denen, denen die Wärme gefällt. Ich allerdings bin Wintermensch …

      Zum Tempolimit denke ich: Das öffentliche Signal wäre für viele eine Bestätigung ihres eigenen Verhaltens (sind ja sowieso nur rund 2 % aller Autobahstrecken, die nicht geschwindigkeitsbegrenzt sind)

  7. Claudia sagt:

    Ich war im letzten Jahr man im Hallenser Stadtpark, da sah es aus wie in der Steppe, voll erschreckend. Wahrscheinlich ist es in diesem Jahr nicht anders. Hoffentlich kommt bald flächenndeckend Regen, alle 10 Tage mal ein Schauer rettet nix mehr …

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