2021,270: Sicherung

Wie das Fehlen zum Nachdenken über die Sucht führte.

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Irgendwie bin ich wohl aus Versehen, ohne es zu merken, auf diesen Touchpunkt gekommen, der die Datenverbindung des Telefones aus- oder einschaltet. Kein Internetzugang. Der Hotspot funktionierte. Aber eben ohne Internetzugang. Ich versuchte fast zwei Stunden lang, mit Reboot von Rechner und Smartphone und Einstellungene hier und da irgendwie eine Verbindung herzustellen. Nichts ging. Bis … Ja, bis mir auffiel, daß keine Datenverbindung aktiviert war. Meine Fresse! Wie abhängig bin ich dann also von diesem Internet (nicht nur vom WWW, sondern auch von allen anderen Bestandteilen: Mail und Newsgruppen, Messenger, FTP und NTP usw. usf.)?

Von der Bloggerei bin ich abhängig.

(Den Rest? Den brauche ich nicht unbedingt.)

Meine große, geradezu übergroße Angst heute war nämlich: meinen täglichen Blogbeitrag nicht pünktlich erscheinen lassen zu können. Nicht nicht zu wollen, nein, nicht zu können. Fremdbestimmt. Diese Vorstellung machte Chaos in meinem Kopf, heftiges Chaos. In dieser Heftigkeit hatte ich mir das nicht vorstellen können. Ich saß dann eine ganze Weile und habe darüber nachgedacht. Über meine Abhängigkeit. Was, wenn es plötzlich nicht mehr möglich wäre, meinen Blog zu weiterzuführen. Meine Blogs. Aus irgendeinem Grund, den nicht ich zu vertreten habe. Dann ist mein Geländer plötzlich weg.

Puh. Ich stelle fest, daß ich mich auf nur ein Geländer nicht verlassen kann, nicht verlassen möchte. Das heißt, ich brauche eine zweite Sicherung. Die gilt es zu finden. Bald.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 27.09.2021 waren positiv ein Gesrpäch über Jojo, der gefundene Fehler, erlangte Klarheit.
 
Die Tageskarte für morgen ist I – Der Magier (auf die Inspiration hören).

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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4 Antworten zu 2021,270: Sicherung

  1. Elvira Volckmann sagt:

    Ist das wirklich schon Sucht? Ich glaube das nicht.

    • Der Emil sagt:

      Irgendwie schon, für mich.

      Ja, ich könnte leben, ohne zu bloggen, so wie ich auch ein paar Tage ohne Kaffee leben kann.

      Andererseits war es ja das fremdbestimmte Nicht-Können, also eher das Nicht-Dürfen … Hm.

  2. Frau Momo sagt:

    Ich muss gestehen, dass ich das in dieser Intensität nicht nachvollziehen kann. Was passiert denn, wenn ein Blogbeitrag später erscheint? Ich habe während meiner Zeit mit massiven Angstzuständen mal gelernt, „Katastrophen“ zu Ende zu denken. Oft stellt sich dann raus, dass es gar keine sind oder sie doch kleiner ausfallen.
    Ein gewisse Abhängigkeit vom Netz würde ich mir auch attestieren, viel zu sehr gehört das Internet, das Bloggen zu meinem Alltag. Aber wenn es denn mal ausfällt, tja, dann mache ich halt was anderes.
    Geländer habe ich viele gebraucht in meinem Leben. Im Sinne von Struktur. Ist es das, was wegfällt? Eine feste Struktur, wenn Dinge nicht zu den Zeiten passieren, die man sich vorgenommen hat.
    Ob es eine Sucht ist, kann ich nicht beurteilen und will es auch gar nicht. Die klassische Definition setzt ja einen damit einhergehenden Kontrollverlust voraus. Den sehe ich aber bei Dir nun gar nicht. Aber vielleicht lohnt die Frage, warum ein ausfallendes Internet Dein Gefüge ins Wanken bringt. Das kannst nur Du beurteilen.

    • Der Emil sagt:

      Wie ich schrieb: Die Bloggerei ist mein Geländer, an dem ich mich festhalte gegen das Wegrutschen in die Depression. Das einzige Geländer, noch immer. Das „erzwungene“ Nicht-Bloggen bringt mich einfach in – ja, in Panik. Kontrollverlust eben. In diesem spezifischen Kontext kein Suchtkennzeichen, glaube ich.

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