2021,261: Bibelspruch

Schön und gut, aber was soll damit gesagt werden?

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»Das steht so schon in der Bibel!«

Keine Ahnung, welche Beweiskraft dieser Satz haben soll. Und welche Bibel ist gemeint? Eine der alten griechischen, oder die Vulgata, oder eine der Lutherbibeln? Die Volxbibel, die Einheitsübersetzung oder welche? Es gibt zwischen allen feine, aber auch entscheidende Unterschiede im Text, sei es, wegen anderer Übersetzer oder wegen behutsamer Anpassungen an den jeweils üblichen Sprachgebrauch der Zeit und der Region. Natürlich sind manche Bibelsprüche heutzutage geflügelte Worte, gar sprichwörtlich geworden. Für mich, der ich durchaus gläubig, aber nicht kirchlich religiös bin, ist ein Bibelwort oder Bibelspruch vielleicht ein Hinweis, wie eine Sache einzuordnen sein kann, aber kein Beweis für nichts. Und heutzutage weiß ja fast jeder Mensch, daß etwas auch über 2000 Jahre lang einfach falsch gemacht und betrachtet und bewertet worden sein kann.
 
Das sagt sogar mein alter ego, der Marktmönch Bruder Emil.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 18.09.2021 waren positiv viele Gespräche mit dem Publikum und den Marktmenschen, viele beschriebene Seiten, ein sehr leckerer Met am Abend.
 
Die Tageskarte für morgen ist XII – Der Gehängte (eine Situation ohne echte Möglichkeit zum Eingreifen).

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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4 Antworten zu 2021,261: Bibelspruch

  1. Sofasophia sagt:

    Hoffentlich hadt du/habt ihr es auch heute noch fein und es regne nicht zu sehr.

  2. Gudrun sagt:

    Ich finde das gut, was du machst, und auch wichtig.
    Einmal nimmt es die Besucher mal aus dem Alltagstrott heraus, lässt sie vielleicht auch mal die Sorgen ein bisschen vergessen oder anderes, was gerade plagt. Erinnerungen kann es wecken und ein Stücke Geschichte beschreibt es auch, manchmal auch regional. Letzteres brauchen die Menschen „auf ihrer Scholle“.
    Ich hoffe, auch du hattest viel Freude mit den Schlossbesuchern. Besseres Wetter hatte ich euch gewünscht.

    • Der Emil sagt:

      Doch, es war trotz Regen ein sehr guter Markt. Heute erst blickte ich dreimal in Paradies: Ich bekam im Tausch auf zukünftige Zurückgaben ein Paar Schafwollsocken gleich am Morgen, selbstgesponnenen Wolle, selbstgefärbt, gestrickt – und hatte plötzlich keine kalten Füße mehr. Und mit zwei Besuchergruppen habe ich sehr lange gesprochen, erzählt, zugehört, gelacht, lauthals gelacht. Und über diese Menschen, ihr Vertrauen und ihre Neugier war ich heute, am Sonntag, wie über die Socken richtig glücklich und hatte (O-Ton aus dem Zelt daneben) „ein entrücktes und überglückliches Lächeln im Gesicht“.

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