2021,234: Verspätung

Ich mußte unbedingt heute noch zum Röntgen.

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Irgendwie bin ich über einen etwa 5 cm hohen Baumstumpf gestolpert – aber ich weiß nicht, was wirklich passierte. Glücklich war ich, daß es erst auf dem Rückweg vom Klo geschah, auf dem Hinweg wäre das sehr, sehr peinlich ausgegangen. Der Fuß tat weh, so sehr, daß ich später die DRK-Leute mal draufsehen ließ. Ein Rettungssanitäter tastete den Fuß ab. Nur eine einzige Stelle schmerzte beim Druck darauf wirklich. Da war auch kaum etwas angeschwollen. Doch jede Bewegung ließ mich zusammenzucken vor Schmerz. Nun, es gab Eisspray und einen stabilisierenden Verband und den Rat, hochzulagern und zu kühlen. Auf dem Markt. Nein, das funktionierte nicht wirklich. Und mit nur zwei Schmerztabletten im Abstand von sechs Stunden war alles auch recht erträglich. Aber: Ich sollte heute noch zum Röntgen, nicht erst morgen früh, nein, heute. Um sicherzugehen, das nichts gebrochen oder angebrochen ist.

Die Sanis suchten mich noch zweimal auf, immer mit dem dringenden und eindrücklichen Rat, heute noch röntgen zu lassen. Nun, wir konnten alle entstandenen logistischen Probleme klären. Und die allerallerallerbeste Freundin holte mich dann vom Markt ab und brachte mich noch in die Notaufnahme. Es war wirklich sehr wenig Betrieb und es dauerte nur 1 ¼ Stunde bis zur erfeulichen Gewißheit, daß ich nur Stauchungen und Zerrungen im Mittelfuß habe: nichts war gebrochen oder angebrochen. Und der Schmwerz beim Bewegen ließ auch langsam nach. Als ich fertig war, holten mich die allerallerallerbeste Freundin und ihr Kerl wieder ab und brachten mich heim.

Etwa dreiviertel Zehn war ich dann endlich zuhause. Ein, zwei Dinge habe ich noch ausgeräumt. Und dann kam ich endlich dazu, mein Lebenszeichen zu verfassen. Ich habe übrigens an jedem Punkt in der Notaufnahme für die freundliche Behandlung und die getane Arbeit, das Dasein für mich als Patienten gedankt. Weil es tatsächlich so war. Jetzt noch Bad, Bier, Bett – dann ist Ruhe. Morgen wird weiter ausgepackt und Wäsche gewaschen.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 22.08.2021 waren positiv die trocken abgebauten Zelte, die kurze Zeit und das Ergebnis in der ZNA, das Feierabendbier.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Acht der Münzen.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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10 Antworten zu 2021,234: Verspätung

  1. Bine sagt:

    Lieber Emil, sehr gern gesehen. Dafür sind Freunde doch da.
    Nur der „Kerl“ hat sich über dieses Wort empört. *lach*
    Ich wünsche dir gute Besserung.
    Mega Knuddeldrücker

  2. Gudrun sagt:

    Fein, dass es so glimpflich ausgegangen ist. Das ist mal eine gute Nachricht.
    Gut auch, dass der Zeltabbau im Trockenen passierte. Das Theater sonst wieder mit nassem Zeuchs. Ich kenne so was. Leider.
    Erhol dich gut, Emil.

  3. Nati sagt:

    Hast du noch einmal Glück gehabt Emil.

  4. Elvira sagt:

    Gute Besserung weiterhin!

  5. Sofasophia sagt:

    Doch noch Mittelalter! Und zum Glück moderne Technik in Reichweite. Gute Besserung!

    Wir sind wieder im Stillen Gehöft gelandet – nach einer Marathonfahrt vom Alten Land aus. Back to Alltag. 👋🏼☺️

  6. Pit sagt:

    Gute Besserung!

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