2021,179: Einsiedelei

Wie häufig ist diese Lebensform mittlerweile?

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Früher waren es meist religiös besonders bewegte Menschen, die sich zurückzogen und in einer Einsiedelei lebten. Die den Kontakt zu Mit­men­schen mieden, aber in der Mehrheit nicht kategorisch ablehnten. Sie wollten alleinsein mit der Natur und dem, was sie anbeteten, an was sie glaubten. Echte Einsiedler wählen diese Lebensform stets selbst. Heute sind Menschen, die wie Einsiedler leben, überall mitten unter uns zu finden – und sie sind oft nicht selbstgewählt allein. Singles aller Altersstufen, denen es für Kontakte zu anderen Menschen an irgendetwas mangelt. An Mut, Selbstvertrauen, Geld (ja, auch das kann dafür fehlen), an Sprache, Bewegungsfähigkeit, Gesundheit. Und der Gründe für die Einsamkeit können noch viele mehr sein. Was diesen »Einsiedlerinnen« zusätzlich fehlt, sind die Natur (Wie hinkommen?) und ein Glaube (An Wen oder Was und wie?). Natürlich ist das einmal mehr meine ganz persönliche Erfahrung und Meinung.
 
Es bedarf einer gründlichen Änderung im Denken vieler, sehr vieler Menschen, damit wir aus unserer Vereinzelung wieder in ein Miteinander finden. (Dieses Darübernachdenken ist mein Anfang, den ich damit mache.)

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 28.06.2021 waren positiv drei erledigte »Aufgaben«, ein ausgelesenes Buch, ein Softeis.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Sechs der Kelche.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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2 Antworten zu 2021,179: Einsiedelei

  1. Helmut sagt:

    „Dieses Darübernachdenken“ ist äußerst wertvoll!

    Liebe Grüße
    Helmut

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