Zu anderen Zeiten ist mir das nie aufgefallen.
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Es gibt in der Stadt hier nicht viele Gelegenheiten, an denen Menschen sich regengeschützt ausruhen können – jedenfalls nicht, wenn alles zu ist. Da bleiben nur Bahnhof und Busbahnhof, wo man auch sitzen kann. Oder Haltestellenwartehäuschen. Und es gibt einige Gebäude mit diesen Wandelgängen außen dran, unter deren Schutz aber in der Regel keine Sitzgelegenheiten zu finden sind. Ach, und selbst in den ausgewiesenen Ausflugsgebieten und an Stellen, die der innerstädtischen Erholung dienen könnten, sind überdachte Sitzgelegenheiten rar. Jetzt, da es Sch…wetter ist und die Füße pflasterlahm am unteren Ende der Beine schmerzen, bemerke ich, was so alles fehlt. (Zum Glück gibt es auf Friedhöfen und in Kliniken zugängliche Toiletten!)
Nichteinmal in den innerstädtischen Parks kann ich bei Regen einfach sitzenbleiben und dem Rauschen lauschen.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 03.02.2021 waren positiv der Termin beim Arzt mit einem guten Tipp, der Gang zur Bank, ein Gespräch mit der allerallerallerbesten Freundin.
Die Tageskarte für morgen ist I – Der Magier.
© 2021 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Das mit Kliniktoiletten ist hier nicht möglich, alles abgeriegelt.
Eine trostlosen Zeit…..
Hier sind vier, die ich kenne, mit Notaufnahmen und Bereitschaftsambulanzen …
Ab und zu gehe ich durch die Straßen meines Viertels und versuche, alles mit den Augen eines Obdachlosen zu sehen. Ja, es gibt keine Orte, um sich aufzuwärmen, um in trockene Wäsche zu wechseln, um in Ruhe zu telefonieren, zu lesen oder einfach mal den Gedanken nach zu hängen…
Ich habe auch keine Lösung, aber es ist ein großes Problem, dass es in der Stadt zur Zeit keine geschützten Räume für Wohnungslose und Durchreisende gibt…
Das kommt noch hinzu, an diese Menschen wird noch weniger gedacht (bzw. doch öfter gedacht, wenn Bänke durch Bügel so gestaltet werden, daß niemand darauf liegen kann).
Das zum Beispiel macht mich wirklich wütend…
hier in berlin haben wir die parks. da muss man aber aufpassen, dass man nicht von der polizei aufgescheucht wird. gestern war ich mit dem fahrrad unterwegs und sah, wie viele menschen es in die park drängt… wenn es nicht gerade regnet. da war richtig was los.
ich erinnere mich gern an meine jugend, als wir uns einfach aufs pflaster in der fußgängerzone setzten und die weinflasche oder den joint rumgehen ließen… zum pinkeln gingen wir ins nahe café. heute sind die innenstädte leer. kaum noch straßenmusiker. die jungen leute zuhause beim computerspiel.