2021,012: Überbleibsel

Auf der Suche nach etwas Greifbarem.

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Auch aus einem glücklichen Traum muß ich aufwachen. Doch scheint mir, daß ich aus einem Alptraum irgendwie »in die falsche Richtung« aufzu­wachen gezwungen bin. Dabei ist es nicht die falsche Richtung, nein, es ist die, in die Bilder des Traumes noch nachhallen. Wie nach den meisten Träumen. Sie, also diese nachhallenden Bilder, sind aber – anders als die der glücklichen und normalen Träume – körperlich spürbar. Herzrasen, kalter Schweiß, Blutdruckwerte sonst nur selten erreichter Höhen. Und: Zittern. Das gibt es nach normalen und glücklichen Träumen nicht. Viel­leicht ist das Zittern der Grund, weshalb ich zu diesem Gefühl der falschen Richtung komme. Im Schlaf, hoffe ich, verarbeitet mein Hirn die unange­nehmen Dinge des Tages und macht mir die Erinnerung daran erträglich. Das erwarte ich sogar. Wenn es dann einmal nicht so funktioniert, wie ich mir das vorstelle, bleiben eben diese unangenehmen Wahrnehmungs­schatten aus dem Traum zurück.
 
Es würde wohl nichts bringen, Alpträume mit aller Macht unterdrücken zu wollen?

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 12.01.2021 waren positiv einige entsorgte Notizen, selbst Gekochtes, zwei gesehene Filme (Einer trage des anderen Last, Eolomea).
 
Die Tageskarte für morgen ist die Königin der Schwerter.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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6 Antworten zu 2021,012: Überbleibsel

  1. Ulli sagt:

    Unterdrückung macht alles größer und mächtiger. Meine Erfahrung.

  2. wildgans sagt:

    Normale Träume gibt es nicht.
    Lange nachhallende Bilder schon eher.
    (Du kannst so winzig, trotzdem schön schreiben.Hier liegt grad ein Umschlag von vor einiger Zeit hier mit deinem enorm kleingeschriebenen Absender. Habe das als Notizpapier benutzt, da stehen zwei Sachen: Gebr.anweisung Autos Richtung Mekka! – und
    Ich armes, kleines Ding, wie man Lebensskripts verändert) – Ist zwar „Thema verfehlt“, doch gewollt, sozusagen als Kommentaranhang!

  3. meine albträume sind selten schlimmer als die realität.

  4. Elvira sagt:

    Es wäre einfacher, diese Bilder fassen zu können. Eventuell ließe sich dann der Traum leichter verarbeiten. Jedenfalls ist das bei mir so. Diese diffusen Schattenbilder, die, sobald ich denke, ich bekäme sie zu fassen, ziellos durch die Traumerinnerung wabern, verleiden mir den halben Tag. Richtige Alpträume hatte ich lange nicht mehr, ich habe so Notausgänge eingebaut. Wenn ich so einen benutze, sind die verstörenden Bilder meistens klar erkennbar und ich kann mich davon lösen.

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