2020-365 — Zweckoptimist

Verschiedene »Unmöglichkeiten« aufgezählt.

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Es wird an diesem einen noch verbleibenden Tag sowieso nichts Welt­be­wegendes mehr geschehen. Was denn auch? Weder ist ein Asteroid auf dem Weg zu diesem Planeten, noch haben sich Außerirdische formal zu einen Besuch angemeldet. Das Trumpeltier wird nicht eigestehen, daß er die Wahl verloren hat. Britannien wird sich nicht mit dem europäischen Festland zu einer einzigen Landmasse vereinigen. Scheuer, Spahn, Maas, Karliczek, Seehofer, Laschet, Schulze, Klöckner, Giffey, Altmaier, Eisen­mann und wie sie noch alle heißen: Niemand der Politikerdarstellerinnen wird zurücktreten. Mir wird auch sicher keine neue Paarbeziehung offeriert werden. Auch werden ALG-II und Sozialgeld nicht auf die Höhe eines tat­sächlich existenzsichernden Betrages angehoben. Die blaugestrichne braune Partei löst sich nicht auf. All das und noch viel mehr wird nicht geschehen. Und hoffentlich unterbleibt diese Feuerwerkerei komplett. Damit könnte der Tag, der 366ste dieses §$!??$§$$!∗ Jahres, ein ganz normaler, ganz gemütlicher Tag werden. Ich bin da recht zuversichtlich.
 
Erst ab 1. Januar geschieht etwas seltenes: Wer das Kalenderdatum notieren muß, muß auch eine neue Jahreszahl schreiben. Und wenn ich es recht bedenke: Das mit Britannien ist vom Aufgezählten wohl noch das Wahrscheinlichste.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Positiv waren am 30.12.2020 das endlich weggebrachte Paket, der angebratene Gulasch (ja, schonwieder), das letzte Wannenbad für dieses Jahr.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Fünf der Münzen.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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15 Antworten zu 2020-365 — Zweckoptimist

  1. piri ulbrich sagt:

    So sehr gerne möchte ich positiver in die Welt gucken. So wenig schaffe ich es in meiner Traurigkeit! Heute Abend werde ich den restlichen Gin trinken – es ist noch einiges – und morgen ist der letzte Tag dieses vermaledeiten Jahres. Übermorgen beginnt das Spiel von vorn…

  2. quersatzein sagt:

    Neues Jahr, neues Glück!
    Ich stosse mit an und blicke verhalten optimistisch nach vorne:
    Beste Wünsche und Grüsse,
    Brigitte

  3. rein mathematisch ist alles möglich. aber die wahrscheinlichkeit für gewisse ereignisse sehr sehr sehr gering. die reale welt manifestiert sich meist am wahrscheinlichsten. darum gibt es lotterien – nicht um glückliche gewinner zu produzieren, sondern die ausrichter von lotterien reich zu machen.
    ich seh`s mal so: als ein relativ gesunder mensch in mitteleuropa nach dem 2. weltkrieg auf die welt gekommen zu sein ist bereits ein sehr großer glücksfall, und ich habe gute vorraussetzungen, noch ein paar jährchen älter zu werden. wobei am ende freilich immer das ableben steht, egal wie viel glück ich im leben hatte. immer in der annahme, dass man das dasein nicht per sel als beschissen betrachtet. wobei der unterschied zwischen glücklich sein und glück haben zum tragen kommt. tatsächlich gibt es oft unter den menschen, die weniger glück haben, glücklichere individuen…
    in diesem sinne: guten rutsch!

    • Der Emil sagt:

      Ich werde weiterhin mein Augenmerk auf das Geschehen und nicht auf das Ende legen.

      Vielleicht ist Zufriedenheit ein wichtiger Bestandteil des Glücklichseins.

      • das ende ist unlösbar mit dem geschehen verbunden, ebenso wie der anfang.
        jeder kann sich natürlich sein leben mittels religion oder weltanschauung zurechtdefinieren, wie er will.

  4. Gudrun sagt:

    Ich weiß nicht, ob an einem Tag Weltbewegendes entstehen oder geschehen kann, außer vielleicht, dass der Wodka alle ist.
    Du siehst die nächste Zukunft arg pessimistisch. Schade.

    • Der Emil sagt:

      Aber nicht doch: Ich versuch es mit Sarkasmus und seltsamem Humor.

      Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr! (So leicht laß ich mich nicht unterkriegen.)

  5. Sofasophia sagt:

    Und da ist immer, wider alle Vernuft, noch ein bisschen Hoffnung, dass das alles doch noch besser werde mit dieser Spezies Mensch. Sag nichts, ich weiß, dass das nicht geht, wir sind zu egoistisch, aber lass mir das Quäntchen Hoffnung, denn ohne Illusion ist es unerträglich.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall immer nur das für dich jeweils Beste.

    • Der Emil sagt:

      Ich habe diese Hoffnung auch und bin mir sicher, daß es keine Illusion ist.

      Jedenfalls versuche ich, auch nächstes Jahr dahingehend zu wirken.

  6. Karsten Seel sagt:

    Pessimismus ist nicht so meins …

    Mir macht das weltweite Pandemietheater mehr Sorgen als US-Wahl und Brexit und nach einem durch Nichteinhaltung der mannigfaltigen Regeln, war es wie jedes Jahr ein schönes Fest mit der Familie. Für 2021 wünsche ich mir einfach nur ein normales Jahr, ohne Panik, ohne Impfung uns das meine Lieben gesund und munter bleiben!

    • Der Emil sagt:

      Ich habe lange mit mir und Deinem Kommentar gerungen UND JA, ich habe etwas davon gelöscht.

      Mir macht nicht das sogenannte Pandemietheater Sorgen, das meiner Meinung nach die „Gegner“ der Maßnahmen (ganz gleich welcher Couleur) verursachen, sondern die ganz konkreten Wirkungen und Folgen der pandemischen Erkrankungen. Die nämlich sind in der Familie angekommen und an den Arbeitsstellen von Freunden (Altenheime, Pflegedienste, Krankenhäuser, Krankentransport, Bestattungsunternehmen).

  7. Karsten Seel sagt:

    Erst einmal ein gesundes neues Jahr.
    Nun ja es steht dir frei in deinem Blog zu machen was du möchtest, hatte aber eher damit gerechnet, dass du meine Meinung zur „Pandemie“ nicht zulässt. Ich halte aber eine Diskussion sowohl über dieses Thema als auch über US-Wahlen usw. für wenig sinnvoll. Nur soviel: die gigantische Umverteilung von unten nach oben im Zuge von Covid 19 macht mir Sorgen ebenso die Art der Beschlussfassung durch 17 Leute, vorbei an allen Parlamenten. Über die Schließung von Krankenhäusern und Abbau von Intensivbetten mitten in einer pandemischen Lage will ich gar nicht erst reden.

    • Der Emil sagt:

      Da geh ich größtenteils mit Dir d’accord.

      Aktivismus, noch dazu ein so verblendeter Aktivismus, der allem Vernünftigen entgegenwirkt, ist wohl systemimmanent.

      Und was ich gelöscht habe, war mir einfach zu verschwörungsmythisch

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