#Adventskalender 2020 – 355: Das 20. Türchen – die vierte Kerze

Mit einem »grauslichen« Ende …

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Meinen 11. Adventskalender hier widme ich allen, die kämpfen, allen, die krank sind, allen, die Unterstützung benötigen. Ich wünsche allen Menschen (und mir) eine im wahrsten Sinne des Wortes wunder­volle Weihnachtszeit. Meine Kerzen brennen für Menschen, die Hoffnung brauchen.

 

Vier Kerzen zünde ich nachher an. Jede mit einem eigenen Streichholz, wie ich es schon seit Jahren tu. Vier Kerzen brennen auf dem Adventskranz, auf dem Adventsleuchter. Der Vierte Advent kann auch am Heiligen Abend, also am 24. Dezember sein (wenn der ein Sonntag ist), oder frühestens am 18. Dezember, wenn der 24. Dezember ein Sonnabend ist. Übrigens ist der Adventskranz ein Evangelisches Brauchtum (1939 für die Kinder im Hamburger Rauhen Haus von Johann Hinrich Wichern erfunden), das erst nach dem ersten Weltkrieg von den Katholiken adaptiert wurde. Vier Kerzen also heute. Die längste Zeit des Zuwartens liegt damit hinter mir.

Das heißt, daß jetzt drei Wochen hinter mir liegen, die in vielen Jahren einfach nur besinnliche, friedliche Zeit mit Freunden und Familie, mit vielen Menschen zusammen waren. Nur in diesem Jahr eben nicht. Und weil mein ehemaliger Nachbar, der »Deimer-Bäck«, in Rente ist und keinen Nachfolger für seine Bäckerei fand, gibt es nicht meinen Lieblingsstollen. Ich weiß auch noch nicht, wie der gestern gekaufte einer lokalen Bäckereikette schmecken wird. Heute werde ich ihn probieren. Und wißt ihr noch, wie das früher war, da an den Adventssonntagen vor allem in einem der Dritten Programme im Fernsehen echte Volksmusik, Stubenmusik, zu sehen und zu hören war, oder im jeweils ersten Programm der Radiosender Advents-und Weihnachtsmusik lief? Das fehlt mir auch.

Vierter Advent. Besinnlich sollte er sein, soll er sein. Auf was besinne ich mich, besinnt ihr euch, besinnen wir uns in diesem Jahr? Ich bin neugierig. Nachher, wenn ich unter meiner Decke hervorkrieche, gibt es Plätzchen und Lebkuchen und Kaffee. Die vier Kerzen werden brennen. Der Duft von »Neidorfer Weihrichkaarzle« (Neudorfer Weihrauchkerzen) wird durch die Wohnung ziehen. Immer wieder werde ich mitsingen bei den Liedern, die ich mir für morgen in eine Abspielliste gelegt habe. Das geht von Kirchen- über Volks- bis hin zu Kunstliedern (zumindest eines von Jean Sibelius) und Schlagern und Popmusik aller Art. Und eines der Lieder gemahnt diejenigen, die einen frisch geschlagenen Baum haben wollen, bald den eignenen Wald oder eine Baumschule der Wahl aufzusuchen. Ach, was waren die gut, als die noch nicht im Kommerz angekommen waren. Und ja, das müüßt ihr nicht anhören – aber ihr dürft:

 

 

Ich schleiche mich davon und wünsche eine schöne Adventszeit.

Der Emil

 

 
Wer eine Gelegenheit sucht, zur Weihnachtszeit anderen zu helfen, der kann das im Dezember täglich ab 21 Uhr des Vorabends bei der Versteigerung von #hand2hand20 tun. Die Aktion ist eine gute Idee von Meg, ihr und allen Mitwirkenden danke ich dafür.

 

P.S.: P.S.: Positiv waren am 18.12.2020 Hirsebrei mit Gulasch (der war noch im Gefrierfach), genossene Weihnachtsmusik, zum Abend heißer Met (vom Imker).
 
Die Tageskarte für heute ist II – Die Hohepriesterin.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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13 Antworten zu #Adventskalender 2020 – 355: Das 20. Türchen – die vierte Kerze

  1. frauholle52 sagt:

    Ich erinnere mich gerade an die Augsburger Puppenkiste an den Adventssonntagen. Die Folgen wurden von meinen Geschwistern und mir eine ganze Woche lang mit Spannung erwartet!

  2. beaneu sagt:

    Ist mein Kommentar zum gestrigen Türchen evtl. immSpam gelandet?

  3. Gudrun sagt:

    Ich sehe gerade im mdr eine Sendung über das „Weihnachtsland“. Hach. Gleich hinter meinem Altenburg ging die Hügelei los. Manche Lieder aus dem Arzgebirg habe ich meinen Kindern vorgesungen. Weihnachten ohne ging nicht. Ich dachte mir, dass Heimat wichtig ist. Ob sie sich noch erinnern?

  4. Rolf sagt:

    Hei,
    lese Emils Adventskranz mit Interesse erst heute.
    1939 bin ich geboren,
    Wichern’s Kranz 100 Jahre früher.
    Das sollte doch noch dieses Jahr untergebracht werden.
    Ansonsten allen Lesern , einschließlich Emil, alles Gute zum kommenden Jahr.

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