Nicht mal in der Relativitätstheorie ist alles relativierbar.
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Kein zugestoßnes Unglück, keine erlittene (gefühlte) Katastrophe, keine empfundene Schmach wird kleiner, wenn jemand daherkommt und sagt: “Sei froh, daß es nur das war; es hätte noch viel schlimmer kommen können.” Und auch die Erwähnung vermeintlich weitaus schlimmerer derartiger Vorfälle macht nichts, wirklich gar nichts besser. Eher sorgt die Relativierung noch dafür, das zusätzlich zum Vorfall jetzt auch noch ein Gefühl der Geringschätzung durch die Relativierenden dazukommt.
Fast jedes “Wird schon nicht so schlimm” hat sich bei mir seit der Kindheit als unwahr erwiesen.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Positiv waren am 17.07.2020 der überhörte Wecker, das Ruhigbleiben trotz Stille, der gerade laufende Buchfink.
Die Tageskarte für morgen ist die Vier der Münzen.
© 2020 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Meine Rede!
Zum Glück stand da noch die Anmerkung zum gerade laufenden Buchfink. Habe schnell hingeschaltet und noch fein zugehört…allein diese Stimme und der leise Nachhall…
Montag um elf wird wiederholt. Hast die Entstehungslegende von Hiddensee verpaßt 😉
Vielen Dank.
Recht hast du.
(Und für Montag, zum Buchfink, werde ich mir den Wecker stellen.)