2020-004 — Luxus fürs Jahr

Kultur und Kultur und Kunst und Kunst.

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Ich schaute heute recht interessiert in meinen Sparstrumpf. Hm. Ganz leer war er nicht, aber auch nicht übermäßig voll. Hatte ich mir kurz vorm Jahreswechsel doch noch eine 4TB-Festplatte zu sagenhaft wenigen Euronen gegönnt.

Im vergangenen Jahr 2019 hatte ich keine Jahreskarte für die Moritzburg, für das Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt. Im Rückblick bemerke ich, daß sie mir doch gefehlt hat. Mit Jahreskarte war ich mehr als ein Dutzend Mal pro Jahr dort, ohne nur ein einziges Mal. Übers Jahr hab ich es nicht bemerkt, doch in der Rückschau fehlten mir diese Erlebnisse. Ja, wirklich.

Obwohl: In so einem Museum gibt es ja immer wieder dasselbe zu sehen, mal abgesehen von den zwei für 2020 geplanten Sonderausstellungen? Hm, das mag im Großen und Ganzen stimmen. Doch bisher wurde ich immer wieder überrascht, entdeckte ich immer wieder etwas bisdato Ungesehenes, Übersehenes. Es wird ja auch die Dauerausstellung immer mal wieder ein klein wenig verändert. Und selbst im Ebert-Kabinett wurde umgebaut, waren Werke ausgetauscht. Außerdem sind bei jedem Besuch andere Menschen im Museum – und ich gestehe, daß auch die durchaus Gegenstand meiner Betrachtungen sind.

Heute habe ich das Geld für zweieinhalb Wochen Essen und Trinken zur Museumskasse gebracht und mir die Jahreskarte gekauft. Und auch eine schnelle Runde durch Das Comeback gedreht. Oh ja. Ein paar Werke gehören zum Bestand der Moritzburg, sind (fast) immer zu sehen. Doch vieles ist nur noch für eine Woche dort zu finden, das heißt, ich werde vielleicht noch zwei- oder dreimal hingehen bis zum 12.01.2020. Besonders angetan haben es mir die kleinen Werke, kleine Radierungen, Holzschnitte, Studien und Entwürfe. Die großen Bilder … sind auch nicht schlecht, nein, aber die Winzigkeiten (teilw. in der Größe von DIN A6) locken mich an. Ich berücksichtige aber das Photographieverbot, das viele der Leihgeber für die Werke sich ausbedungen. Stimmt, im Zeitalter der Smartphones wäre das vielleicht leicht zu umgehen, aber nein, ich halte mich daran. Ja!

 

Beim ersten Buch im #Buchjahr2020 geht es dem Ende entgegen, vielleicht wird es heute abend noch ausgelesen.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Positiv waren am 04.01.2020 das schnelle Wachwerden (in weniger als einer Stunde war ich ausgehfähig), die Überwindung der Knausrigkeit, der Besuch in der Moritzburg.
 
Die Tageskarte für morgen ist der König der Münzen.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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8 Antworten zu 2020-004 — Luxus fürs Jahr

  1. Gudrun sagt:

    Gibt es die Ausstellung über die Moderne noch? Die hätte ich zu gerne gesehen. Ich muss dich mal ausfragen nach dem kürzesten Weg von der S-Bahn zur Moritzburg.
    (Eigentlich schlimm, wenn man überlegen muss, sein weniges Geld für Kunst aus zu geben. Aber gut, dass du es gemacht hast.)

  2. kat. sagt:

    Ich verstehe ja Tarot nicht, aber wenn die Knauserigkeit überwunden ist und dann der König der Münzen die Tageskarte ist, klingt das doch irgendwie plausibel.

  3. Sofasophia sagt:

    Klingt toll.

    (Huch, ich habe dieses Jahr noch kein einziges Buch gelesen. 🙈)

  4. Elvira sagt:

    In den Staatlichen Museen Berlin gibt es kein absolutes Fotografieverbot. Einzelne Abteilungen sind tabu und es darf kein Blitzlicht verwendet werden. In der Gemäldegalerie gab es letztens eine Ausstellung mit Radierungen von Rembrandt und Menzel. Sehr kleine Werke, bei denen beim Betrachten die Nase fast das Glas der Vitrinen berühren muss. Ich fotografiere gerne in den Museen. Allerdings nicht unbedingt einzelne Werke, das Gesamtkunstwerk Museum fasziniert mich. Besonders das Neue Museum hat es mir sehr angetan. Nächste Woche ist wieder ein Besuch angefacht, jedenfalls wenn ich dafür nicht, wie gerade, einen Familienvorrat Taschentücher mitnehmen muss.
    Liebe Grüße schickt Elvira

    • Der Emil sagt:

      Hier ist es ja auch nur diese Sonderausstellung. Sonst wird das Photographieren sehr locker gehandhabt …

      In den Berliner Museen war ich noch nicht, nur einmal war ich extra zur Helmut-Newton-Ausstellung.

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