Nicht schlafen wollen (Nº 263/2018)

Nach einem anstrengenden Tag.

To get a Google translation use this link.

 

Mich einfach meiner Müdigkeit hinzugeben ist nicht einfach. Da ist doch noch soooooo viel zu tun! Und früher, als ich den ganzen Tag nicht aus dem Bett kam. Als ich richtig, richtig krank war, eine ausgewachsene Depression hatte, in der schon das Atmen und Überleben eine gewaltige Anstrengung kostete. Damals bin ich einfach liegengeblieben. Aber da war ich ja auch krank. Deshalb kann ich jetzt nicht schon jetzt ins Bett gehen, obwohl ich so müde bin. Nein, das fühlte sich ja dann so an, als wäre ich wieder krank, das kann ich mir gerade nicht leisten, das möchte ich gerade nicht sein.

Heute früh jedenfalls war nach nur fünf Stunden Schlaf die Nacht vorbei. (In diesen fünf Stunden war ich zweimal wach, weil ich noch immer sechs Liter und mehr trinke am Tag. Meine Nieren und andere Organe danken es mir mit fabelhaft guten Laborwerten. Trinke ich weniger als vier Liter, dann habe ich immer wieder Probleme mit dem Blutdruck – zu hoch. Also trinke ich weiter.) Zurück zur Müdigkeit: jetzt bin ich etwas über sechzehn Stunden wach. Daß mir meine bisher so gewohnten sieben Stunden Schlaf kaum noch reichen, das merkte ich schon einige Zeit; acht Stunden dürfen es jetzt schon sein. Die werde ich nicht bekommen in der bevorstehenden Nacht, denn kurz nach halb sechs muß ich schon aus dem Haus zu Sendetechnik-Frühschicht. Morgen werde ich mir einen ausgiebigen Mittagsschlaf gönnen (ich hoffe darauf, daß ich die Möglichkeit dazu haben werde).

Der Tag heute war allerdings auch anstrengend. Am Vormittag war ich mit dem Musikpool beschäftigt (benennen, Metadaten eintragen) und am Nachmittag: Der Trägerverein von Radio Corax wurde vor genau 25 Jahren gegründet, das wurde gebührend gefeiert. Es war allerhand Prominenz anwesend und viel Konversation notwendig in den vier Stunden des Nachmittags. Wie sagte einer der Grußwortsprecher (sinngemaäß): “In den letzten zehn Jahren wurde sich ja ziemlich erfolgfrei (!!!) um den Breitbandausbau hier in der Gegend gekümmert.” Wo er Recht hat, hat er Recht. Und nein, wir verhörten uns nicht und es war kein Versprecher. Danach wurde die neue Artist in Residence – im einzigen vom Goethe-Institut europaweit geförderten Radiokunst-Stipendium – “installiert”. Und zum Schluß ging es in einem Podiumsgespräch unter anderem noch um das Thema Unterstützung und Finanzierung eines Freien Nichtkommerziellen Lokalradios durch die Stadt und das Land (über die Medienanstalt des Landes). Die Mitgliedsbeiträge und Spenden und diverse Projekfinanzierungen ergeben nur einen Teil der notwendigen Geldmittel für einen regulären Betrieb eines UKW-Vollprogramm-Radios. Auch die viele ehrenamtlich geleistete Arbeit trägt wesentlich zum Funktionieren des Senders bei.

Jetzt jedenfalls bin ich müde. Sehr müde. Und obwohl sich ein Teil von mir dagegen sträubt, werde ich einzuschlafen versuchen. Jetzt gleich. Gute Nacht.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 20.09.2018 waren eine geborgte Festplatte für diverse Arbeiten, interessante Gespräche mit unterschiedlichen Menschen, frühes Zubettgehen.
 
Die Tageskarte für morgen ist der Ritter der Kelche.

© 2018 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter 2018, Erlebtes, One Post a Day abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

0 Antworten zu Nicht schlafen wollen (Nº 263/2018)

  1. socopuk sagt:

    Ich hadere auch immer wieder mit der Müdigkeit, will ihr nicht zu schnell nachgeben. Aber die Müdigkeit zeigt eben auch ein körperliches oder seelisches Bedürfnis an, ich glaube da regelmäßig dagegen zu arbeiten ist nicht gesund.
    War heute trotz Dienstreise noch Schwimmen und bin jetzt nicht nur geistig sondern auch körperlich platt – aber psychisch nicht mehr so aufgerieben wie am nachmittag. Gute Nacht/guten Morgen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.