Langsam mußte ich es beherrschen
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Noch immer kein neuer Anfang, sondern eine Fortsetzung zum dritten Absatz des Krimis im Selbstbau-Format.
Der Kleinwagen ist noch mehrmals vor dem Haus zu hören. Dann hat der Fahrlehrer es endlich geschafft, in die Geheimnisse von Kupplung, Schaltung und gefühlvollem Gasgeben einzuführen. Bei der nunmehr fünften Runde um den Block scheinen Anfahren und Bremsen bereits straßentauglich zu sein. Allerdings ist die Fahrstunde jetzt auch zuende. “Und morgen?” “Ich glaube, morgen treffen wir uns zur Sicherheit nocheinmal am Verkehrsübungsplatz, 13 Uhr, wie besprochen.” Der Kleinwagen rollt sanft und fast geräuschlos davon. Am Straßenrand steht, schweißgebadet und mit hochrotem Kopf, ein Jüngelchen, schaut dem Auto hinterher und schimpft leise vor sich hin. “So ein Idiot! Kein Wunder, daß das mit dem Fahren nichts wird. Immer nur im ersten und zweiten Gang durch diese blöden Wohngebiete schleichen! Da lernt man das Fahren ja nie! Auf der Autobahn mit richtig Gasgeben hätte ich nicht ständig schalten müssen und der Arsch hätte viel weniger mit mir gemeckert.” Wütend tritt er den herumliegenden Colabecher von McDoof zur Seite, schiebt die Hände tief in die Hosentaschen und geht bemüht lässig mitten auf der Straße nach Hause.
Ich, der ich das Geschehen von meiner Hollywood-Schaukel aus verfolge, ich erinnere mich an meine eigene Fahrschulzeit. Als erstes machten wir damals mit 14 oder 15 den Mopedschein. 50 cm3, bis zu 60 km/h (meine Schwalbe schaffte sogar 80). Viel später lernte ich bei der GST, der Organisation, die für die vormilitärische Ausbildung (das war die militärische Ausbildung vor dem Dienstantritt bei der NVA) zuständig war, das LKW-Fahren. PKW war darin sowieso eingeschlossen, die Motorrad-Fleppe gab es nach nur einer kurzen Demonstrationsfahrt gratis dazu. Und sowohl auf dem Moped als auch auf dem LKW wurde mir beigebracht, daß ich das Fahrzeug zunächst bei ganz langsamer Fahrt beherrschen muß, ehe ich überhaupt daran denken könne, schneller als 25 km/h zu werden. Und meine Fahrlehrer hatten damit absolut Recht! Hoffentlich wird das das Jüngelchen auch bald begreifen.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 8. Februar 2014 war der Mittagsschlaf.
Tageskarte 2014-03-09: Vier der Münzen.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Erinnerungen an früher. Ich hatte auch ein Moped mit 16. Eine Zündapp. Damals war es aber noch ziemlich unüblich, dass Mädchen Moped fuhren. 🙂 Führerschein dafür brauchten man damals noch nicht dafür. Der wurde erst 2 Jahre später eingeführt.
Fahren ohne Führerschein wurde in der DDR um 1970 oder gar noch früher abgeschafft …